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Forschungsprojekte

Zeitmanagement

Musik und Zeitmanagement im digitalen Zeitalter -
Musikbezogene und interdisziplinäre Zugänge
zu einer der wichtigsten menschlichen Ressourcen

Im Rahmen des Forschungsprojekt "Musik und Zeitmanagement" werden derzeit qualitative Interviews an deutschen Musikhochschulen und Universitäten durchgeführt. Im WS 2020/21 wurde dazu bereits eine digitale Ringvorlesung erfolgreich veranstaltet mit internationalen Referent*innen. Vgl. dazu den folgenden ► Link


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Musik und Sprache


Musik und Sprache
Von Der Tann 7
Die Video-Projektvorstellung finden Sie ► hier.

In der anwendungsorientierten Forschungsarbeit des Lehrstuhls für Musikpädagogik und Musikdidaktik sind die unterschiedlichen Praxisfelder im Beziehungsfeld „Kind – Lehrkraft – Unterrichtsgegenstand“ von besonderem Interesse, die im Hinblick auf ihre Beziehungsqualitäten reflektiert und für die unterschiedlichsten Anwendungsfelder vorbereitet werden. Im Bereich Grund- und Mittelschule arbeitet der Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik an dem Einsatz von Sprachfördermodellen im Kontext „Musik und Sprache“ (SPRING) und an diversen Weiterbildungsmöglichkeiten für Kolleginnen und Kollegen, um einen Transfer dieser Anwendungsmöglichkeiten in die Schulpraxis zu erzielen. SPRING, das ist Ausdruck eines Förderkonzepts, das mit Flüchtlingskindern erarbeitet wurde und auf unterschiedliche Bereiche der individuellen Förderung übertragen wurde. Die Stärkung der Persönlichkeit und die Anbahnung einer Identitätsfindung von Kindern, die mehrsprachig aufwachsen, stehen dabei im Mittelpunkt. Konkrete inhaltliche Schwerpunkt zu unserer Arbeit finden Sie hier.


Sprachmuster und variable Sprachgestaltung wurden aus historischen Modellen rezitativer Sprach- und Sprechgestaltung entwickelt und auf die musikpädagogische Praxis übertragen.

Zum Hintergrund: Die Verbindung von Musik und Sprache ist ein Phänomen, das uns im Alltag auf Schritt und Tritt begleitet. In der Lehrerausbildung aller Schularten ist sie eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Die Vorgänge, wie Musik zur Sprache und wie Sprache zur Musik wird, sind bereits im hisotrischen Kontext aufzufinden und berühren zahlreiche Sparten klassischer und populärer Musik. Über den Sprachcharakter der Musik gab es in der Geschichte der westeuropäischen Kunstmusik zu unterschiedlichen Zeiten wissenschaftliche Diskurse. Die Bandbreite reicht von barocken Formen der Musik als "Klangrede" (Matheson), den musikaliscchen Dialog bei C. Monteverdi, J.S. Bach und W.A. Mozart bis hin zum absolut musikalischen Standpunkt von Musik als "tönend bewegter Form" (Hanslick). Dies berührt ebenso die romantische Auffassung der Musik als "Sprache des Unaussprechlichen" (E.T.A. Hoffmann) und der ästhetische Streit und die Programmmusik im 19. Jahrhundert, dessen Einfluss auf musikalische Werturteile auch in ästhetischen Positionen bis auf den heutigen Tage zu finden ist. Die Beschäftigung mit westafrikanischer Musik zeigt, dass z. B. durch die Nachahmung des Sprechduktus auf der Talking Drum resp. auf "Nachrichtentrommeln" sogar Botschaften mit semantischer Eindeutigkeit übermittelt werden können.

 

Talking Drum

Die Bandbreite unterrichtlicher Themen reicht von natürlichen Spracherwerbsprozessen in Grund- und Vorschule über programmmusikalische Implikationen ("Musik als Sprache der Gefühle") bis hin zur gymnasialen Schwerpunktsetzung in der Vertonung von Sprachklängen, geräuschhaften Ausdrucksmöglichkeiten und Sprachlauten, z.B. bei dem polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki (1933-2020; "Aus Sprache wird Musik"), der konkreten Untersuchung musikalisch-rhetorischer Figuren oder dem "Sprechen der Instrumente" (Harnoncourt, Drees u.a.).
 

Skizzenarbeit

Skizzenarbeit Lukaspassion (Penderecki)


Humanities Commons


Humanities Commons

Musik und Migration in historischer, psychologischer, soziologischer Perspektive. Ein Forschungsprojekt in Koopertation mit der Universität Salzburg


Um Migration in ihren musikbezogenen Begründungen, Ursprüngen, Ausprägungsformen, Umgangsweisen und Reaktionen als globalen Prozess zu erforschen, sind vielfältige interdisziplinäre Zugänge erforderlich. Das Forschungsprojekt setzt sich zum Ziel, die Lesarten der Musikwissenschaft, der

Weltkugel

Musikethnologie, Musiksoziologie, Aufführungsstrategien und -techniken und nicht zuletzt der musikpädagogischen Vermittlungsprozesse zusammenzubringen und für die Praxis verfügbar zu machen. Migration als Phänomen des 21. Jahrhunderts wird auf diese Weise erfahrbar und erlebbar gemacht. Die musikbezogene Forschung hilft, kulturelle Unterschiede zu verstehen und das Verständnis eines globalen Begriffs von Musikkultur anzubahnen.

Nähere Informationen zum Team des Forschungsprojekts finden Sie hier.
 


Musik digital


Videobasierte Unterrichtsforschung im Kontext Musikdidaktik und Soderpädagogik

Analyse von Unterrichtsqualtität, Gestaltung von Lehr-/Lernsettings und Messung professioneller Wissensvermittlung

Kamera

Der Blick auf den Musikunterricht in seinen unterschiedlichen Ausprägungen bietet in der Einbeziehung der Videotechnik neue Perspektiven in Forschung und Unterrichtsanalyse. Lehrerhandeln kann auf diese Art und Weise gezielter geplant und mit Hilfe audio-/videotechnischer Verfahren mit konkretem Bezug reflektiert werden. Die Chancen und Lerneffekte, die daraus erwachsen, zeigen methodische Wege und Voraussetzungen gelingender Unterrichtsstrategien, die in der Lage sind, bei Schülern Interesse zu wecken und sie in jeder Phase des Unterrichts konsequent in didaktische Lehr-/Lernprozesse einzubeziehen. Effektive Varianten in der Unterrichtsforschung bieten die Bereitstellung von Videovignetten und die Reflexion von Lerneinheiten im Rahmen der Video-Stimulated-Recall-Method.


Aktuell werden digitale Unterrichtsmaterialien für das Fach Musik entwickelt und ihre Anwendung wissenschaftlich ausgewertet (Lernwerkstatt SPRING; nähere Informationen finden Sie ► hier).

Nähere Auskunft: Prof. Dr. Magnus Gaul und Team


Historische Forschungen zum Musikunterricht

Nachlass Prof. Dr. Hans Günther Bastian (1944-2011)

Die Nachlass-Aufarbeitung des renommierten Musikpädagogen und die Integration des Bestandes in die Teilbibliothek des Lehrstuhls für Musikpädagogik ist seit 2019 eine wichtige Aufgabe der internen Forschungsarbeit. Der Nachlass enthält Originalmanuskripte, Akten zu wichtigen musikspezifischen Themen, Gründungsakten des Arbeitskreises Musikpädagogische Forschung e.V. (AMPF) und die Hausbibliothek des renommierten Musikpädagogen, der über viele Jahre in musikpsychologischen, -soziologischen, quantitativen und qualitativen Forschungsbelangen die Geschichte des Faches Musikpädagogik mitgeprägt hat und als Autor wichtige Grundlagenliteratur bereitstellte. Das Material steht den Studierenden am Lehrstuhl für Musikpädagogik und Musikdidaktik zu Studienzwecken zur Verfügung. In näherer Zukunft werden die Bestände weiter strukturiert, um die Auffindbarkeit bei gezielten
Fragestellungen zu erleichtern.

Bemerkenswert ist, dass Hans Günther Bastian in einer umfassenden Themenaufarbeitung die gesellschaftspolitische Situation des Faches Musikpädagogik entscheidend mitbestimmt und dabei richtungweisende Diskussionen angestoßen hat, z. B. in Musik und Orchester, Jugend musiziert, Musik und Gesundheit sowie Musik und Medizin. Darüber hinaus war Professor Bastian im Jahre 1992 Gründungsrektor des „Instituts für Begabungsforschung und Begabtenförderung" (IBFF). Das Institut ist eine Forschungseinrichtung der Universität Paderborn in Kooperation mit der Hochschule für Musik Detmold. 2003 erfolgte eine Umbenennung in „Institut für Begabungsforschung in der Musik" (IBFM). Vgl. https://kw.uni-paderborn.de/ibfm. Bemerkenswert ist Bastians Langzeitstudie zu musikalisch Hochbegabten, die aus den frühen Jugend musiziert-Studien hervorging.


Unterrichtsforschung zum bayerischen Modell eines
"Erweiterten Musikunterrichts" -
Aufarbeitung des Nachlasses Hermann Handerer

 

HandererHermann Handerer (1914-1994) gehört neben Carl Orff (1895-1982) zu den Urvätern bayerischer Musikkultur. Als erster Professor für Musikerziehung in Regensburg war er Vorkämpfer für einen „erweiterten Musikunterricht“, erzielte er in Bayern wichtige Erfolge und war gleichzeitig der Initiator einer Ausweitung von Musikunterricht an allgemein bildenden Schulen in ganz Deutschland. In seinen Initiativen zur Lehrplan- und Curriculumsentwicklung stützt sich Handerer auf erste empirische Studien zu den Erfolgen eines erweiterten Stundenkontingents im Fach Musik. Das musikhistorische Forschungsprojekt wertet den Nachlass des Musikpädagogen aus, die Korrespondenzen mit zeitgenössischen Musikförderern und dem Staatsministerium sowie nicht zuletzt die erfolgreiche Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, die auf seine Initiativen zurückgeht.

Die Aufarbeitung der historischen Dokumente versteht sich nicht ausschließlich als "Darstellung von Gewesenem". Gerade hier zeigen sich bemerkenswerte Wurzeln in der perspektivischen Ausrichtung der Lehrerbildung im Fach Musik an der Universität Regensburg. Darübe hinaus stellen sich Fragen, die heute und in Zukunft für die Musik und ihre Vermittlung von Bedeutung sind, da sie bereits damals die Voraussetzungen für aktuelle Formen des Klassenmusizierens und der musikdidaktischen Auseinandersetzung kulturellen Phänomenen angebahnt haben, die ihre Gültigkeit bis auf den heutigen Tage behielten.

Kooperation:
 Orff-Zentrum München



Dissertationsprojekte

Am Lehrstuhl für Musikpädagogik werden wissenschaftliche Arbeiten betreut, die ihren Ursprung in unterschiedlichen Bereichen der Musiklehrerausbildung, der Grundlagenforschung, der Musikrezeption und der Umgangsweisen mit Musik und ihren variierenden Erscheinungsformen haben. Das Themenspektrum reicht von Studien zur Geschichte des Faches Musikpädagogik, zur Stimmbildung, zur Berufssituation (angehender) Musiklehrer/innen bis hin zu Musikvermittlungs-aspekten, die mit Hilfe empirischer Verfahren (quantitativ und qualitativ) und videobasierter Zugänge ausgewertet werden. Darüber hinaus werden Themenfelder bearbeitet, die sich einem sonderpädagogischen Ansatz in der Musikvermittlung verpflichtet fühlen.

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Musik und Zeitmanagement im digitalen Zeitalter

Der Umgang mit der Zeit ist nicht nur eine Frage des Musikunterrichts. Er gehört zu den wichtigsten Kernkompetenzen in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Zeit zu haben oder sich Zeit zu nehmen, erweist sich mehr und mehr als Herausforderung. Denn die schulischen Aktivitäten und die Freizeitgestaltung unterliegen zunehmend einer Fülle terminlicher Angebote, die aufgrund ihrer Vielfalt nur zum Teil effektiv genutzt werden können. Der individuelle Umgang mit digitalen Medien erschwert bei Kindern und uns Erwachsenen zudem, in vielen Situationen zeitliche Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Verantwortungsvolles Lernen im Kontext Bildung und Erziehung kann jedoch nur effektiv gelingen, wenn dafür Zeit und Ruhe zur Verfügung stehen und Bildungsprozesse nicht ausschließlich unter Zeitdruck angeleitet werden. Die Lehrveranstaltung ist als Ringvorlesung konzipiert (Präsenztermine und digital), zu der in jeder Woche ein neuer Referent eingeladen ist. Sie möchte dazu beitragen, den Umgang mit der Zeit konkreter zu analysieren, um – musikbezogen und interdisziplinär – Wege aufzuzeigen, wie mit der wichtigen Ressource Zeit bewusst umgegangen werden kann. Dazu werden in interdisziplinärer Sichtweise Strategien entwickelt, die einen effektiven Umgang mit der Zeit vorschlagen. Diese praxisorientierte Sichtweise, die sich aus der Bildenden Kunst, der Musik, dem Sport, der Medizin, der Medienerziehung sowie pädagogischen Lebensbereichen nährt, wird einen Einblick zulassen in die Viel­schichtigkeit und den hohen erzieherischen Wert der Thematik.

Doktorand*in: N.N.

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Abgeschlossene Dissertationsprojekte:

Schneider-Binkl, Sabine (2021, im Druck): Lehrerkognition. Eine qualitative
   Untersuchung auf Basis von Video-Stimulated Recall Interviews. Augsburg: Wißner
   (Regensburger Schriften zur musikpädagogischen Forschung u. Entwicklung, Bd. 3).

Schmid, Silke (2014). Dimensionen des Musikerlebens von Kindern. Theoretische 
   und empirische Studie im Rahmen eines Opernvermittlungsprojektes
. Augsburg: 
   Wißner (Forum Musikpädagogik, Augsburger Schriften, Bd. 124).

Mittmann, Eva (2013). Musikalische Förderung hörgeschädigter Kinder. Eine 
   empirische Studie im sonderpädagogischen Kontext
. Essen: Die blaue Eule
   (= Musikwissenschaft/Musikpädagogik in der Blauen Eule, Bd. 107).

Popp, Reimund (2011). Musikschullehrer. Biographie, Berufsalltag und Berufs-
   zufriedenheit von Lehrerinnen und Lehrern an öffentlichen Musikschulen in 
   Deutschland. Darmstadt: WorldWide Voice-Music Verlag.

Stippler, Renate (2011). Musikalische Früherziehung. Entwicklungen und Aspekte 
   eines Fachs im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts
. Mainz [u. a.]: Schott.


Musikalische Kommunikation: Modus Braille

Notation, as a fundamental channel of musical communication, uses a combination of six-point variations and the four senses to build on an hitherto neglected musical convention. Louis Braille invented point-notation and it is the only internationally accepted form of musical notation employed by blind and visually-impaired musicians. The use of multimedia information structures expands the creative range and becomes an essential characteristic of artists with special cognitive qualities. The complexity of interdisciplinary learning processes and intercultural research in the field of inclusion creates a versatile challenge in developing hitherto unknown dimensions of artistic identity.

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We are also looking for interested partners abroad to set up this interdisciplinary and intercultural project together.

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Juliane E. Bally, PhD

 (Bonn)

E-Mail: braillemusic[at]jbally.de                                                                                 or: juliane.bally@psk.uni-regensburg.de

ldp-Newsletter 2015_1

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Musikalische Kommunikation: Modus Braille


Für viele blinde und sehbehinderte Menschen ist die Musik ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. Bei der Beschäftigung mit Musik können sie ihre Kreativität rezeptiv und produktiv entfalten. Neben der akustischen Verständigung bildet die Braille-Notation einen grundlegenden musikalischen Kommunikationskanal. Die Kombination von 6-Punkt-Varianten und vier Sinnen eine bisher wenig beachtete musikalische Konvention. Basis für diesen Prozess ist die 1828 von Louis Braille erfundene Punkt-Notenschrift, welche die einzige international anerkannte Musiknotation ist, die von blinden und sehbehinderten Musikern genutzt wird. Der Gebrauch multimedialer Informationsstrukturen erweitert hierbei den kreativen Aktionsradius und wird zum essentiellen Charakteristikum eines Künstlertypus mit besonderen kognitiven Fähigkeiten. Die Komplexität von interdisziplinären Lernprozessen und interkultureller Kreativitätsforschung im Kontext der Inklusion bildet eine vielfältige Herausforderung zur Erschließung bis dato unbekannter Dimensionen der künstlerischen Identitätsbildung.

 

Dr. phil. Juliane E. Bally (Bonn)

E-Mail: braillemusic[at]jbally.de                                                                                 oder: juliane.bally[at]psk.uni-regensburg.de



 

Vorträge

01.-05.10.2019 Fachtagung der AG Musik des Verbandes für Blinden- und

     Sehbehindertenpädagogik, Schwerpunkt: Mozart, Kolpinghaus Salzburg:
     Musikalische Identitätsbildung bei blinden und sehbehinderten Menschen

10.03.2018 European DIY Retail Association Köln: Accessibilty an Quality
     Management

10.03.2017, Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte / Berufsfachschule für
     Musik Nürnberg: Barrierefreiheit im Hochschulalltag

11.02.2015, International IFLA Conference, DZB Leipzig: Cultural and Educational
     Politics for Target Audience.


 

Publikationen

Bally, J. (in Vorbereitung). Das Musizierverhalten bei blinden und sehbehinder-
     ten Menschen. Würzburg: Edition Bentheim.
Bally, J. (2020). Blinde Musikerinnen und Musiker - Teilhabe am Erlebnis der Musik.
     In:
 Musik & Kirche. 5, 304-307.

Bally, J. (2020). Zum 150. Geburtstag des blinden Komponisten Louis Vierne.
     In: blind-sehbehindert. 4, 239-240.

Bally, J. (2020). Die richtige Stimmung. Intonateur einer traditionsreichen
     Pianomanufaktur. In:
 Horus. Marburger Beiträge zur Integration Blinder und
     Sehbehinderter. 2, 43-44.

Bally, J. (2019). Herausforderungn beim Notenlsen in Braille. In: Der Durchblick,
     Blinden- und Sehbehindertenverband Österreichen. In: Der Durchblick. 2, 238-39.

Bally, J. (2019). Technologie und Praxis von York Höllers Komponieren im Zeichen
     seiner Erblindung
. In: York Höller Crossing. Berlin: Boosey & Hawkes, 22-27.
Bally, J. (2019). Eine andere Art von Schrift. Von mittelalterlichen Neumen und
     tastbaren Braille-Noten. In: Flachware 5. Jahrbuch der Leipziger Buchwissenschaft.
     Stuttgart: Dr. Ernst Hauswedell, 219-226.

Bally, J. (2018). Andrea Bocelli - Internationale Star auf globaler Bühne. In:
     Horus. 
Marburger Beiträge zur Integration Blinder und Sehbehinderter. 4, 188-190

Bally, J. (2018). Menschen: Raul Midón hat sein Leben der Musik verschrieben.
     Magazin des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes. In: Sichtweisen. 3,
     46-48.
Bally, J. (2017). Der 6-Bit-Code. Barrierefreiheit in den Medien. In:
 Freiraum FNS.3,
     91-92.

Bally, J. (2017). Körperorientierte Ansätze für Musiker. In: Üben & Musizieren. 6, 49.

Bally, J. (2015). Musical Communication: Modus Braille. IFLA/LPD Newsletter IV.

Bally, J. (2010). Music Noted with Six Dots. In: European Choral Association Magazine,
     03, 11.

Bally, J. (2009). DaCapo – Braille Music Notes. In: European Music Council Journal, 4,
     28.

Bally, J. (2009). Internationale Konferenz zum Thema Braille-Noten erfolgreich
     beendet. In: HMT Journal Felix Mendelssohn Bartholdy, 26, 55.

Bally, J. (2007). Der neue Notendienst DaCapo: Softwarebasierter Produktionsprozess
     zur Herstellung von Braille-Noten an der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu
     Leipzig. In: Das Orchester, 4, 43-44.


 



 Abgeschlossene Projekte:


Lehrerkognition - Stimulated Recall

Lehrerkognition im Musikunterricht

Eine qualitative Untersuchung auf Basis von Video-Stimulated Recall Interviews

Forschung zum Musikunterricht hat bislang vor allem die Relevanz des Lehrerhandelns, z.B. für Unterrichtsqualität und Lernerfolg der Schüler, eingehend untersucht. Das Handeln von Lehrkräften wird dabei maßgeblich durch deren kognitive Prozesse bestimmt. Eine Aufschlüsselung der Lehrerkognition im Musikunterricht gelang jedoch bisher nur ansatzweise. Mit einer neuartigen methodischen Vorgehensweise setzt sich das Forschungsvorhaben zum Ziel, die vielseitigen Aspekte von Lehrerkognition im Musikunterricht sowie deren Zusammenhänge mit individuellem und situationsspezifischem Lehrerhandeln aufzudecken. Hierfür kommt ein qualitativer Untersuchungsansatz unter Anwendung von Video-Stimulated Recall Interviews zur Anwendung, der eine enge Anbindung an reales Unterrichtsgeschehen und ein hohes Potenzial des Gedankenrückrufs bietet. Das Studiendesign ist zudem offen gestaltet, um möglichst ergiebige Erkenntnisse zu den kognitiven Prozessen der Musiklehrer zu gewinnen. Vgl. dazu auch:

Schneider-Binkl, S. (2018). Video-Stimulated Recall Interviews als methodischer Ansatz für die qualitative Unterrichtsforschung im Fach Musik / Video-Stimulated Recall Interviews as a methodological approach for qualitative classroom research on music education. Beiträge empirischer Musikpädagogik / bulletin of empirical music education research (b:em) (9), S. 1-20. https://www.b-em.info/index.php/ojs

Schneider-Binkl, S. & Gaul, M. (2017). Den Lehrern in die Köpfe schauen. In: Musik und Bildung (4), S. 55-57.

Nähere Auskunft: Dr. Sabine Schneider-Binkl


Musik im Kontext Blindheit und Heterogenität

Musik ist ein nicht hoch genug einzuschätzendes Medium in der menschlichen Kommunikation, sei es in künstlerischer Akzentuierung, in didaktischer Verknüpfung, aber auch in der Rolle als zuverlässige Mittlerin von Botschaften. In unserer Ausrichtung der Forschungsansätze werden Zugangsweisen von blinden und sehbehinderten Menschen zur Musik näher beleuchtet und Rückschlüsse auf die (musik-)didaktische Ausrichtung des Lernprozesses gezogen.

Teilprojekte:

  • Musik und Braille
  • Videobasierte Erfahrungsprozesse in der Wahrnehmung von Musik
  • Inklusive Unterrichtserfahrungen


Literatur: 

Magnus Gaul (Hg.) (2015). "Klänge". Essays zu didaktischen Lernprozessen,
      zur künstlerischen Entfaltung und zur Musikalität bei Blinden und hochgradig
      Sehbehinderten. Essen: Die Blaue Eule (= Beiträge zur Musikwissenschaft und
      Musikpädagogik, Bd. 110).

Mit Beiträgen von Dieter Bretz (Friedberg), Prof. Dr. Sven Degenhardt (Hamburg), Martin Engel (Karlsruhe), Prof. Dr. Herbert Jägle (Regensburg), Prof. Dr. Thomas Kahlisch (Leipzig), Dr. med. Dirk Olbertz (Rostock), Prof. Dr. Brigitte Röder (Hamburg) u. a. 

Nähere Auskunft: Prof. Dr. Magnus Gaul


Musiktheater in Regensburg (19. Jahrhundert)

Theaterumgebung2

Musiktheater in Regensburg, ein Thema, das der interessierte Beobachter gern mit dem klangvollen Namen "Thurn und Taxis" verbindet, geht auf eine Tradition zurück, die in Regensburg wie an vielen anderen Orten in erster Linie vom Sprechtheater getragen wurd, das sich bis hinein in das 19. Jahrhundert fortwährend Geltung verschaffte. Die frühere Thurn und Taxis'sche Hofbühne, die ihre Aufführungen noch in dem gemieteten städtischen Ballhaus am Ägidienplatz gab, wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts von einer eigens zu Theaterzwecken errichteten Spielstätte abgelöst, die sich als stehende Bühne mit einem stetigen Fortbestand über die folgenden Jahrzehnte präsentierte und die darüber hinaus zum ersten Mal über den Verlauf eines ganzen Jahres Vorstellungen aufweisen konnte. Diese Entwicklung war für das Musiktheater in Regensburg richtungweisend.

Literatur (Auswahl):

Gaul, Magnus (2004). Musiktheater in Regensburg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Studien zu Repertoire und Bearbeitungspraxis. Tutzing: Schneider (Regensburger Studien zur Musikgeschichte, Bd. 3) [Diss. Universität Regensburg 2001].

Gaul, Magnus (2006). Musiktheater. Zeit der Veränderungen: Das 19. Jahrhundert. In: Th. Emmerig (Hg.). Musikgeschichte der Stadt Regensburg. Regensburg: Pustet, 389-405.


Musikunterricht aus Schülersicht - Empirische Studien

 

"Für mich ist Musik eigentlich sehr wichtig. Wenn es keine Musik gäbe,
wäre das Leben einen Tick langweiliger!"
(Benjamin, 10 Jahre, Schüler einer 4. Klasse)

"Es ist so ein freudiges Gefühl, mit allen zu singen, weil es macht einfach Spaß. Aber es ist auch ein kribbeliges Gefühl, dass man Schmetterlinge im Bauch hat ..."
Tamara, 9 Jahre, Schülerin einer 3. Klasse)

"Ich finde es nicht gut, wenn man den Musikunterricht abschafft, weil dann hat man
überhaupt nichts Schönes mehr, weil dann gibt's ja nur Hauptfächer,
wo man büffeln muss. Dann kann man sich auf nichts freuen.
Justin, 12 Jahre, Schüler einer 6. Klasse)

Durch Musik in der Schule kann man erreichen, dass die Menschen
besser zusammenleben, weil man dann zusammen Gemeinschaft findet
(Sophie, Schülerin einer 3. Klasse)

Historische, qualitativ-hermeneutische und quantitativ-analytische Studien zum Musikunterricht aus Schülersicht

Ohne ein gesundes Maß an empirischen Studien kommt Lehrerbildung nicht mehr aus. Zu different und diffus sind heute die Interessen der Schülerinnen und Schüler, als dass man immer noch ernsthaft den didakti­schen Topos bemühen könne, den Schüler dort abholen zu wollen, wo er steht. Die Lebens­welt von Kindern und Ju­gendlichen im 21. Jahrhundert wird maß­geblich von den Faktoren Schule, Familie, Peers und Medien bestimmt. Dieser Sachverhalt wird in vielen neueren Publikationen bestätigt. Wo stehen unsere Schülerinnen und Schüler, wer vermag diese Frage zu beantworten? Die Welt der Kinder zu erkennen und zu rekonstruieren, gleicht in vielen Situationen einem Puzzlespiel.

Durch empirische Forschung ist es möglich, die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu erforschen, um damit die Voraussetzungen für gelingende Unterrichtsmodelle zu schaffen. Empirische Forschungs-zugänge ergeben sich beispielsweise aus der Analyse von Schülerbefragungen, -zeichnungen, -aufsätzen oder aus der Einbeziehung von Videoaufzeichnungen (qualitativ-hermeneutische Forschung). Darüber hinaus können Fragebogenerhebungen sowie die Analyse quantifizierbarer Daten zu repräsentativen Ergebnissen führen (quantitativ-analytischer Weg).

Empirische Forschung hat ihren festen Platz in einer Lehrerbildung, die nicht nur Wissen (und künstlerische sowie didaktische Expertise) schafft, sondern die mit Wissenschaft neue Horizonte und Hintergründe der Musikpädagogik hilft zu ergründen.


Literatur (Auswahl):

Gaul, Magnus (2009). Musikunterrichts aus Schülersicht. Eine empirische Studie an Grundschulen. Mainz 
[u.a.]: Schott [Habilitationsschrift Goethe-Universität Frankfurt/M.].

Gaul, Magnus (2009). Musikunterricht aus Schülersicht. Regionale, kulturelle und interdisziplinäre Begegnungen aus erster Hand. In: O. Niimczik (Hg.). Begegnungen. Musik - Regionen - Kulturen. Kongressbericht der 27. Bundesschulmusikwoche, Stuttgart 2008. Mainz [u.a.]: Schott, 222-232.

Stolla, Jochen & Gaul, Magnus (2008). Von der Blockflöte zur E-Gitarre. Eine empirische Studie zu Instrumentenvorlieben bei Kindern und Jugendlichen. In: Andreas C. Lehmann & Martin Weber (Hg.). Musizieren innerhalb und außerhalb der Schule. Essen: Die blaue Eule, 163-178 (Musikpädagogische Forschung, Bd. 28).

Gaul, Magnus (2005). "Jeder Volksschullehrer ein Elementarmusikerzieher ..." Über die Anfänge erweiterten Musikunterrichts an bayerischen Grundschulen. In: J. Vogt (Hg.). Musiklernen im Vor- und Grundschulalter. Essen: Die blaue Eule (Musikpädagogische Forschung, Bd. 26), 94-105.



  1. Fakultät für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften

Forschungsprojekte