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Einführung durch die Sprecherin des Ost-West-Zentrums, Frau Prof. Dr. Sabine Koller

Mit Corona ist alles anders geworden. Was tut eine Einrichtung wie das Ost-West-Zentrum „Europaeum“, das sich dem Dialog insbesondere mit dem östlichen Europa verschrieben hat? Es setzt diesen Dialog fort – im Rahmen des Machbaren und des Gebotenen. Denn wir wollen auf diesen Dialog nicht verzichten. Vom Dialog lebt die Universität Regensburg, lebt unsere Einrichtung, lebt Europa, lebt die Welt. Gerade heute, wo uns bewusst wird, wie fragil, wie bedroht das Leben und das Zusammenleben ist, gerade heute erleben wir besonders stark, wie wertvoll es ist, ein offenes Herz zu haben für uns Menschen als Weltgemeinschaft.

Wir sind mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit einer Situation konfrontiert, die so niemand erwartet hat. Wir erleben in Europa und weltweit Grenzschließungen, die wir so nicht gewohnt sind. Wir hoffen, dass trotz der verschließenden Situationen demokratische und humanistische Werte nicht beschnitten werden. Wir müssen Distanz halten, aber wir haben auch Möglichkeiten, die Nähe zu suchen, den – dieses Jahr besonders solidarischen – Blick zu richten auf und einzuladen zur Begegnung mit einem Land, dem wir alljährlich die so genannte „Europawoche“ widmen.

Dieses Jahr ist es Serbien.

Serbien hat eine lange und bewegte Geschichte. Das mittelalterliche Serbien geriet unter osmanische Herrschaft. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im Zuge der nationalen Wiedergeburt ein unabhängiger Staat. Der ehemals größte Teilstaat Jugoslawiens ist seit 2006 unabhängige Republik. Serbien hat eine lange – auch lange epische – Tradition und ist junger Staat im südöstlichen Europa, der als Beitrittskandidat auf die Aufnahme in die Europäische Union hofft.

Bei Serbien denkt man vielleicht – nicht ohne Unbehagen – an Peter Handke, man denkt vielleicht an die großen Erzähler Alexandar Tišma oder Danilo Kiš. Sie sind gewaltige, leiderprobte Stimmen der Weltliteratur.

Vielleicht hat jemand einen Erholungsurlaub dorthin geplant, ein Auslandssemester, eine Reise zu den eigenen Wurzeln…

Vielleicht haben Sie aber noch gar nicht so konkret an Serbien gedacht, aber Lust, dieses Land, das man derzeit nicht bereisen kann, anders kennenzulernen? Nämlich hier, anlässlich der digitalen Europawoche?

So oder so, wird laden wir Sie ein zu einer virtuellen Reise zu Serbien, seiner Geschichte und Kultur!

Als Startpunkt und Appetithappen können wir Ihnen den Kurzfilm „Kennen Sie Serbien?“ anbieten. In diesem Kurzfilm werden Passanten gefragt, was sie über Serbien wissen. Dann könnte Ihre virtuelle Reise weitergehen zu

  • einem Quiz zu Serbien mit landeskundlichen Erläuterungen
  • einer virtuellen Ausstellung von Bildern der serbischen Fotokünstlerin Tamara Šuša mit dem Titel "Colors of Serbia"
  • vier Rezeptvideos, in denen Ihnen klassische serbische Gerichte schmackhaft gemacht werden
  • der Serbischen Märchenstunde: Die in Regensburg lebende Serbin Sanja Vukeljic liest in Video-Dateien acht ausgewählte serbische Märchen vor. Besonders Kinder sind hierzu herzlich willkommen!
  • der Lesung von bekannten Regensburger*innen, die auf Video- und Audiodateien serbische Literatur auf Deutsch lesen. Es lesen:

Maria Baumann, Leiterin des Diözesanmuseums

Elisa Köppen, TVA

Walter Koschmal, ehemaliger Leiter des Ost-West-Zentrums der Universität Regensburg

Kerstin Radler, Landtagsabgeordnete

Ursula Regener, Vizepräsidentin der Universität Regensburg für Internationales und Diversity

Tanja Schweiger, Landrätin Landkreis Regensburg

Was entstanden ist, kann sich sehen lassen. Bis auf die Märchenstunde wurden alle Veranstaltungen von den Studierenden des interdisziplinären Masterstudiengangs Ost-West-Studien organisiert - natürlich mit der engmaschigen Betreuung durch das Ost-West-Zentrum.

All dies steht unter dem Schutz und Schirm des schriftlichen Grußwortes der serbischen Botschafterin, Frau Dr. Snežana Janković, der wir herzlich danken dafür. Vor allem, weil ihr Wunsch vom einem „Europa der Gemeinsamkeit, der Humanität und des Verständnisses“ so sehr auch unserem Bild eines gemeinsamen Weges in Europa und einer gemeinsamen Welt entspricht.

Ebenso danken wir herzlich allen aktiv Beteiligten, die es ermöglicht haben, dass wir die Serbien gewidmete digitale Europawoche anbieten können.

Als Sprecherin des Direktoriums des Ost-West-Zentrums „Europaeum“ möchte ich stellvertretend für das Direktorium den Studierenden der Ost-West-Studien, dem Team des Europaeum und allen voran der Geschäftsführerin, Lisa Unger-Fischer, herzlich danken für all das, was sie trotz Corona auf die Beine gestellt haben.

Viel Vergnügen mit unserer virtuellen Europawoche zu Serbien!

Ihre

Sabine Koller


  1. Universität

Europaeum

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