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Praktikum im Frauensprachkurs von CampusAsyl

Praktikum im Frauensprachkurs von CampusAsyl

Im Sprachkurs für geflüchtete Frauen mit Kinderbetreuung (ausschließlich von Frauen für Frauen) können DaF-/DaZ-Studentinnen ihr Praktikum absolvieren und Unterrichtserfahrung sammeln. Begleitet und unterstützt werden Sie dabei durch das Seminar "Sprachförderung für Geflüchtete" bei der Professur DaZ.

Hier finden Sie den Projektflyer.


Hintergrund und Umsetzung des Projekts

Hintergrund und Umsetzung des Projekts

Geflüchtete Frauen können oft nicht an regulären Sprachkursen teilnehmen, da sie noch kleine Kinder zu Hause betreuen. Um auch Müttern den Zugang zur deutschen Sprache zu ermöglichen, biteten CampusAsyl e.V. einen niedrigschwelligen Sprachkurs in geschütztem Rahmen (von Frauen für Frauen) mit begleitender Kinderbetreuung an.


Mitarbeit am Projekt

Mitarbeit am Projekt

Du möchtest dich gerne engagieren, mitmachen und dabei Unterrichtserfahrung sammeln?

Dafür brauchst du:

  • Du studierst DaZ (oder DaF)
  • Du hast mindestens einen Vormittag pro Woche Zeit (ca. 8:30 – 10:30 Uhr). Der Kurs findet auch während der vorlesungsfreien Zeit statt, Urlaubs- und Vertretungsabsprachen sind aber natürlich jederzeit möglich. 

Aufgaben:

Du unterrichtest im Team mit mindestens einer weiteren Studentin einmal wöchentlich den Kurs. Du sprichst dich mit dem zweiten Lehrerinnenteam regelmäßig ab. Ihr bereitet den Unterricht (und zusätzliche Materialien zum Lehrbuch) gemeinsam vor.
Dabei wirst du während der gesamten Kurszeit von der Projektleitung unterstützt und durch das begleitende Seminar „Sprachförderung von Geflüchteten“ (Blockseminar) vorbereitet.

Ansprechpartnerin:

Julia.ritter@sprachlit.uni-regensburg.de

Julia.ritter@campus-asyl.de

Weitere Infos:

https://www.campus-asyl.de/was-wir-tun/frauenfoerderung/frauensprachkurs/


Erfahrungs-berichte

Erfahrungsberichte

„Ich konnte sehr viele Erfahrungen sammeln. Man lernt sehr viel.“


„Ich nehme mit, dass die Zielgruppe eines der wichtigsten Kriterien für die Unterrichtsgestaltung ist.“


„Ich fühle mich nun viel kompetenter und vorbereiteter einen Deutschkurs zu leiten und gehe mit einem besseren Gefühl in die Praxis.“


„Ich freue mich, wenn [die Teilnehmerinnen] mehr aus sich herauskommen und sich mir anvertrauen. So sprechen sie mehr […] Ich nehme mit, dass diese Art von Unterricht ganz anders ist als an einer „normalen“ Schule.“


„Der Unterricht im Frauensprachkurs war meine erste Tätigkeit im DaZ-Bereich. Außerdem habe ich zuvor noch nicht mit Erwachsenen und kleinen Lerngruppen gearbeitet. Es war für mich also eine komplett neue Erfahrung. Durch das Seminar konnte ich mir viel fachliches Hintergrundwissen aneignen, einige neue Methoden und viele Ressourcen für geeignetes Material für den DaZ-Unterricht kennenlernen. Durch die wöchentliche Unterrichtsvorbereitung, die mir besonders anfangs sehr schwerfiel, habe ich gelernt, eine DaZ-Unterrichtsstunde zu strukturieren, Material zu suchen bzw. selbst zu erstellen und meine eigene Arbeit zu reflektieren. Ich habe mit den Wochen gelernt, welche Methoden mir gefallen und für meine Lerngruppe und die gegebenen Lernvoraussetzungen Sinn machen, wodurch mir auch die Unterrichtsvorbereitung mit der Zeit einfacher fiel. Außerdem habe ich im Verlauf des Praktikums gelernt, mich im Unterricht mit einfachen Sätzen zu verständigen, sodass ich mit den Teilnehmerinnen ihrem Sprachstand entsprechend kommunizieren kann. Insgesamt fühle ich mich zu Ende des Praktikums auch sicherer, das Unterrichtsgeschehen zu leiten. Abgesehen davon war ich sehr froh über die Aufgeschlossenheit meiner Kursteilnehmerinnen. Gerade zu Beginn des Kurses konnte ich erst noch nicht einschätzen, ob die Teilnehmerinnen mich als Lehrkraft überhaupt akzeptieren würden. Diese Angst war allerdings völlig unbegründet, da die Teilnehmerinnen von Anfang an aufmerksam und interessiert waren und mir zu verstehen gegeben haben, falls sie etwas genauer interessiert oder sie etwas nicht verstanden haben. Das hat die Arbeitsatmosphäre sehr erleichtert und mir geholfen, den Unterricht nach den Bedürfnissen meiner Teilnehmerinnen auszurichten. Insgesamt habe ich mich auf jeden Fall als Lehrkraft akzeptiert gefühlt, was mir viel Sicherheit gab. So wurde, aus meiner Sicht, mein Verhalten im Unterrichtsgeschehen insgesamt von Stunde zu Stunde souveräner.“


„Ich nehme aus dem Frauensprachkurs sehr viel erste Praxiserfahrungen im Bereich als Fremdsprachenlehrerin mit. Die Frauen auf ihrem Weg zu besseren Deutschkenntnissen zu begleiten, hat mir sehr gefallen. […] Das begleitende Seminar hat mir geholfen, Einblicke in das Asylverfahren zu erhalten und somit verständnisvoll mit der Situation der Frauen umzugehen. Ebenso wurden die Grundlagen der Wortschatz- und Grammatikvermittlung wieder gefestigt. Aus den Referaten habe ich viele Ideen für die Unterrichtsgestaltung mitgenommen, die ich zum Teil schon erfolgreich im Kurs angewendet habe oder mir auch für die Zukunft merke. War die erste Stunde noch sehr chaotisch und überforderte sowohl mich als Lehrkraft, als auch die Lernerin, fühlte ich mich am Ende des Sprachkurses schon sehr viel sicherer in meiner Rolle. Ich konnte Fragen der Lernerinnen leichter beantworten, strukturierte die Unterrichtsstunden bewusster und zielführender und gestaltete die Stunden abwechslungsreicher. Das gute Verständnis mit den Lernerinnen trug zu einem angenehmen und freundlichen Unterrichtsklima bei. Die Lernerinnen konnten ihre Probleme mit der Sprache frei äußern und ich konnte auf diese schneller und bewusster eingehen, um ihnen zu helfen, die Hürden zu überwinden. Insgesamt hat mir der Frauensprachkurs sehr geholfen, mich als Lehrkraft selbst kennenzulernen. Ich konnte meine Fehler und Schwächen sehen und kann diese für nächste Kurse vermeiden. Sehr geholfen hat dabei auch die objektive Sichtweise von Frau Ritter, die die meisten Stunden ebenfalls anwesend war und hilfreiche Tipps zur Unterrichtsgestaltung gab.“



  1. Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften
  2. Institut für Germanistik