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2021

Thementag Theorie-Praxis - auch digital ein Erfolg

Am Donnerstag, 18. März 2021, fand der 7. interdisziplinäre Thementag Theorie-Praxis des Regensburger Universitätszentrums für Lehrerbildung (RUL) und der Partnerschulen der Universität Regensburg (PUR) statt - aufgrund der Corona-Pandemie erstmals in einem digitalen Format als Videokonferenzen auf der Plattform Zoom. Die Veranstaltung mit dem Titel „Lernumgebungen gestalten“ beinhaltete ein breites Themenspektrum von Classroom-Management über Aufgabengestaltung und inklusive Lernförderung bis hin zum Einsatz digitaler Medien im Präsenz- sowie im gegenwärtig notwendigen Distanzunterricht. Rund 250 Teilnehmer:innen, vor allem Lehrkräfte aus ganz Bayern, aber auch Studierende, Referendar:innen, Schulleitungen und Vertreter:innen der Schulaufsicht sowie Mitarbeiter:innen der Universität Regensburg und anderer bayerischer Universitäten beteiligten sich am Eröffnungsvortrag und an den über 20 themenspezifischen und fächerübergreifenden Workshops.

Ein ausführlicher Bericht zum Thementag 2021 findet sich im Pressearchiv der Universität Regensburg.


Programm


13:00-14:30 | Begrüßung und Keynote

13:00-13:15

Begrüßung

Prof. Dr. Ursula Regener

Vizepräsidentin für Internationalisierung und Diversity der Universität Regensburg


13:15-14:30

Keynote: "Erfolgreich Lehren und Lernen mit digitalen Medien - quo vadis?”

Prof. Dr. Katharina Scheiter

Leibniz-Institut für Wissensmedien | Eberhard-Karls-Universität Tübingen



14:45-16:00 | Workshops A

fächerübergreifend | Primarstufe

WS A1: Unterricht mit digitalen Medien aufpAPPen – Einblicke in das digitale Angebot für den Primarbereich

Daniela Gabes & Stephanie Scharpf | Grundschulpädagogik und -didaktik

Sie sind auf der Suche nach digitaler Inspiration für den Unterricht? Gerade auch in Zeiten des Fernunterrichts bieten Apps, Websites & Co. eine gute Hilfe. Wir möchten Ihnen einen praxisbezogenen Überblick zu digitalen Tools geben, die für den Einsatz in der Grundschule geeignet sind.


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS A2: Interagieren statt konsumieren: Erklärvideos mit H5P schüler/-innenaktivierend gestalten

Stefan Prock | Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt visuelle Medien

Erklärvideos eigenen sich nicht nur im Corona-bedingten Distanzunterricht sondern beispielsweise auch für flipped classroom-Modelle als Unterrichtsmaterial. Werden diese Videos jedoch ohne zusätzliche Arbeitsaufträge, Übungen oder Transferaufgaben weitergegeben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie von den Lernenden lediglich passiv konsumiert werden. Eine einfache Möglichkeit, um selbsterstellte oder über Videoportale (z. B. YouTube, Mebis-Mediathek) abrufbare Erklärvideos ohne Programmierkenntnisse mit lernendenaktivierenden Elementen anzureichern, ist der H5P-Inhaltstyp „interactive video“. Im Workshop wird u. a. erläutert, wie solche interaktiven Videos in einem Lernmanagement-System (z. B. Mebis) angelegt werden können und welche Aufgabentypen zur Aktivierung der Lernenden zur Verfügung stehen.


fächerübergreifend | Sekundarstufe I

WS A3: Kooperative Zusammenarbeit im Mebiskurs

Monika Simm | Realschule am Kreuzberg, Burglengenfeld

Wie kann man Berührungsängste mit Mebis bei Schülern und Lehrkräften abbauen? Der Workshop stellt vor, wie mit gemeinsamen Kursen Distanzlernen und Zusammenarbeit auch mit unerfahrenen Mebisnutzern gelingen kann.


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS A4: Selbstlernkurse gestalten in GRIPS und mebis (mit Praxisbeispielen
aus dem naturwissenschaftlichen Bereich)

Christian Haberl | Naturwissenschaft und Technik (NWT)

In diesem Workshop wird anhand von Praxisbeispielen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich gezeigt, wie sich Lernpfade für Selbstlernkurse in Moodle entwickeln lassen. Da sowohl GRIPS als auch mebis auf Moodle basieren, lassen sich Kurse auch einfach zwischen den Plattformen austauschen.


Biologie | Sekundarstufe I & II

WS A5: BAYSICS: Citizen Science Portal zum Klimawandel

Verena Pöhner & Prof. Dr. Arne Dittmer | Didaktik der Biologie

Klimawandel ist ein komplexes Thema, das in Wissenschaft, Politik und Medien breit diskutiert wird. Das Projekt BAYSICS besteht aus verschiedenen regionalen Forschungsprojekten, die unter dem Motto „Wissen vermitteln – Wahrnehmung fördern – Komplexität kommunizieren“ in einem Citizen Science Ansatz regionale Auswirkungen des Klimawandels untersuchen und ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge fördern wollen. In dem Workshop wird das BAYSICS Portal vorgestellt, dass Schülerinnen und Schülern ermöglicht, selbstständig Forschungsbeobachtungen durchzuführen.


Biologie | Primarstufe, Sekundarstufe I

WS A6: Aus Alt mach‘ Neu – Aufgaben erweitern und kompetenzorientiert gestalten

Barbara Saß | Didaktik der Biologie

Der Anspruch an einen kompetenzorientierten Unterricht und eine „erweiterte Aufgabenkultur“ könnte den Anschein erwecken, anstelle der bislang in Schulbüchern und anderen Unterrichtsmaterialien vorhandenen Aufgaben völlig neue generieren zu müssen. In diesem Workshop wird Ihnen an einigen Beispielen veranschaulicht, wie man bestehende Aufgaben im Sinne der neuen, erweiterten Aufgabenkultur und Kompetenzorientierung verändern kann. 


Chemie | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS A7: Arbeiten mit DEGINTU

Lars Ehlert & Prof. Dr. Oliver Tepner | Didaktik der Chemie

DEGINTU ist ein kostenfreies Online-Portal für ein sicheres Gefahrstoffmanagement in der Schule. Das Online-Portal beinhaltet drei Module. Mit dem Modul „Gefahrstoffdatenbank“ erhalten Sie in übersichtlicher Form aktuelle Einstufungen und Kennzeichnungen schulrelevanter Gefahrstoffe nach KMK-RiSU. Des Weiteren können Sie mit dem Modul „Chemikalienverwaltung“ die Gefahrstoffe erfassen, verwalten sowie Etiketten für die Gebinde in verschiedenen Formaten ausdrucken. Mit dem Modul „Versuchsdatenbank“ können Sie einerseits auf zahlreiche Versuchsbeschreibungen zugreifen und anderseits rechtskonforme Gefährdungsbeurteilungen erstellen. Der Workshop verschafft Ihnen eine Übersicht der DEGINTU-Module sowie die Möglichkeit, diese praxisorientiert und kleinschrittig zu erproben. Im Anschluss an die Fortbildung erhalten Sie alle Workshop-Folien inklusive einer interaktiven DEGINTU-Anleitung in digitaler Form.


Politik und Gesellschaft | Sekundarstufe I

WS A8: Konflikte aushalten und inszenieren

Dr. Peter Herdegen | Fachgebiet Soziologie, Sozialkunde und Arbeitslehre

Politische Konflikte bestimmen den politischen Prozess. Sie müssen auch im Politikunterricht behandelt werden. Das Seminar soll klären, wie politische Konflikte im Unterricht inszeniert werden können, ohne das Überwältigungsverbot zu verletzen. Dabei soll auch diskutiert werden, wie Lehrkräfte mit verfassungsfeindlichen Positionen und Verschwörungserzählungen im Unterricht umgehen können.


Sonderpädagogik | Primarstufe, Sekundarstufe I

WS A9: Lernverlaufsdiagnostik in der Grund- und Sekundarstufe. Tests und Fördermaterialien der Onlineplattform www.levumi.de

Dr. Jana Jungjohann, Prof. Dr. Markus Gebhardt & Dr. Stephanie Lutz | Lernbehindertenpädagogik einschließlich inklusiver Pädagogik

In dem Workshop wird das Konzept der formativen Diagnostik am Beispiel der Lernverlaufsdiagnostik vorgestellt. Die Lernverlaufsdiagnostik erhebt mit kurzen und leichthandbaren Tests unterrichtsimmanent Lernverläufe von Schüler:innen, um initiierte Förderungen auf ihre Effektivität hin zu prüfen. Ein Schwerpunkt liegt auf den verschiedenen Testarten im Bereich Lesen sowie auf den Möglichkeiten der datenbasierten Leseförderung.  Anhand der kostenfreien Onlineplattform www.levumi.de wird erläutert, wie Lesediagnostik und Leseförderung in Grund- und Förderschulen ineinandergreifen und welche Tests für die Sekundarstufe geeignet sind. Die Teilnehmenden arbeiten aktiv mit der Onlineplattform, um die Handhabung der Tests kennenzulernen.

Es wird empfohlen, dass sich die Teilnehmenden vor dem Workshop unter www.levumi.de registrieren. Dies ermöglicht eine aktive Mitarbeit während des Workshops.


Deutsch | Sekundarstufe I

WS A10: Rechtschreiben im virtuellen Lernraum

Dr. Friederike Pronold-Günthner | Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Das Internet bietet eine Vielzahl von digitalen Lernangeboten zum Rechtschreiben. Allerdings sind diese mehrheitlich nur für Übungsphasen geeignet, einige sind auch aus rechtschreibdidaktischer Perspektive und vor dem Hintergrund guter Aufgabenstellungen sehr kritisch zu bewerten. Im Workshop wird ein digitales, sprach­systematisch angelegtes Rechtschreibtraining für Fünft­klässler vorgestellt, das im Rahmen eines Forschungsprojekts entstanden ist und mit dem auch die Erarbeitung verschiedener Rechtschreibphänomene möglich ist. Der Einsatz ist dabei in verschiedenen Lernszenarien möglich: So kann das Training sowohl als Onlinekurs im reinen Distanzunterricht als auch in einem Blended-Learning-Setting eingesetzt werden.


Deutsch | Primarstufe, Sekundarstufe I

WS A11: Problemorientierte Lernumgebungen beim Schreiben

Prof. Dr. Anita Schilcher | Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Gut schreiben zu können, erfordert die Orientierung an der Funktion des Schreibens, an den Adressat*innen und am Kontext des Schreibens. Schulisches Schreiben ist hingegen oft an typischen schulischen Textsorten orientiert, deren Kriterien und Vorgaben den Schüler*innen oft nicht einleuchten. Bei Schreibspielen, in denen die Schüler*innen Rollen einnehmen und in (konstruierten und auch digitalen) Lernumgebungen schreibend ausleben können, ist wichtig, dass das zentrale Kriterium die Funktionalität der Texte ist. Im Workshop soll gezeigt werden, wie solche Schreibspiele gestaltet werden können und welche Schreibstrategien besonders gewinnbringend sind.


Englisch | Sekundarstufe I & II

WS A12: Lesson Lead-ins as Valuable Learning Environments

Prof. Dr. Katrin Thomson | Fachdidaktik Englisch

In ELT contexts, lesson lead-ins serve a multitude of didactic purposes and can be implemented in a variety of ways. Planning ‘effective lead-ins’, thus, is a demanding teacher task which appears to be particularly challenging for pre-service and novice teachers: Sometimes focusing too much on the interesting, the exciting, the unusual, the lead-ins of inexperienced teachers are not always in line with the lesson’s learning objective(s) and/or the principles of Communicative Language Teaching (CLT). In this workshop, we will zoom in on the didactic functions of lesson lead-ins and discuss them against the backdrop of CLT principles such as student-activation and learner-orientation. Using several video vignettes as a basis for reflection-on-action (and perhaps -for-action, too), we will explore the (sometimes untapped) potential of lead-ins for creating valuable learning environments and opportunities for students’ authentic language use.



16:15-16:30 | Virtuelle Kaffeetische

Die virtuellen Kaffeetische dienen der Pausengestaltung zwischen den beiden Workshop-Schienen. Sie können ohne Voranmeldung besucht werden. Zwischen den folgenden acht Angeboten können Sie wählen:


Posterpräsentation

Microlearning mit H5P – Digitale Wissenshäppchen für die Lehre gestalten

Lisa Holzer-Schulz

Lern- und Informationsprozesse sind heute dank mobiler Endgeräte nicht mehr orts- und zeitgebunden. Microlearning berücksichtigt die Aspekte der Flexibilität und der ständigen Verfügbarkeit. Dem didaktischen Konzept liegt die Idee der Vereinfachung von Lernprozessen durch die Aufteilung in kleine Wissenshäppchen zugrunde. Interaktive Microlearning-Einheiten können mithilfe der Open-Source-Technologie H5P in Moodle erstellt werden. In diesem Beitrag wird dazu eine kurze praktische Einführung gegeben. Es werden für die Umsetzung keinerlei Programmierkenntnisse benötigt.


Posterpräsentation

Lehrkräfte brauchen Stimme - Das Communication and Voice Center for Teachers an der Universität Regensburg

Kathrin Hausmann-Balk & Dr. Christian Gegner

Während Sprecherziehung im Lehramt einst fest verankert war, ist es heute nur in einzelnen Bundesländern Teil der Lehramtsausbildung. Doch einige Studien belegen, dass mehr als ein Drittel angehender Lehrkräfte unter stimmlichen Auffälligkeiten leiden. Und gerade weil der Beruf der Lehrkraft der Berufsgruppe Berufssprecher angehört, sind Stimme und Sprechen äußerst wichtige Bestandteile der Lehramtsausbildung. Mit dem Communication and Voice Center am Lehrstuhl Didaktik der deutschen Sprache und Literatur von Prof. Dr. Anita Schilcher soll genau der Bereich Stimme und Sprechen sensibilisiert werden und den Studierenden Wege und Möglichkeiten aufgezeigt werden, ihre Stimme zu pflegen. Weitere Informationen finden Sie auf der CoVoC-T-Homepage.


Bewegte Pause

"Politikergymnastik" - Eine Mini-Bewegungspause von etwa 5 Minuten

Dr. Uta Engels

Zwischen den Sessions oder vor der Kaffeepause den Körper kurz in Bewegung bringen, sich recken und strecken, am besten auch mal lachen und fit werden für die nächsten Beiträge!


Bewegte Pause

Pausenfitness

Lenz Franzke

Lockeres, etwa 15-minütiges Training zur Aktivierung und Stärkung verschiedener Muskelgruppen mit Fokus auf arbeits- und sitzbedingte Verspannungen. Alles, was Sie dazu brauchen, sind ein Handtuch und gute Laune!


Zusammenarbeit Universität - Schule

Die "UR-Klassen" - Eine einfache Möglichkeit zur stationären multiperspektivischen Unterrichtsvideografie in der Lehrkräftebildung

Korbinian Dirnberger & Stefan Prock

"UR-Klassen" sind eine einfache Möglichkeit zur stationären multiperspektivischen Unterrichtsvideografie in allen drei Phasen der Lehrkräftebildung. Die "UR-Klassen" sind an Partnerschulen der Universität Regensburg eingerichtet und bestehen aus einem mit mehreren fernsteuerbaren Kameras sowie Decken- und Tischmikrofonen ausgestatteten Klassenzimmer. Von einem Nebenraum, der als Seminarraum dient, kann das Unterrichtsgeschehen beobachtet werden, ohne es maßgeblich zu beeinflussen. Unter strenger Beachtung der datenschutz- und schulrechtlichen Bestimmungen besteht so die Möglichkeit zur synchronen Beobachtung (= "Live-Streaming" in den Nebenraum) oder asynchronen Beobachtung (= Aufnahme) von Unterricht. Für weitere Informationen besuchen Sie uns an unserem virtuellen Kaffeetisch oder auf unserer Website oder schreiben Sie uns an ur.klassen@ur.de.


Zusammenarbeit Universität - Schule

Das Schulnetzwerk "dialogUS" - Konzept und Kooperationsmöglichkeiten

Johannes Hütten

Seit 2009 arbeitet die Universität Regensburg mit über 100 im Schulnetzwerk "dialogUS" organisierten Partner- und Kontaktschulen in den Bereichen Lehrkräftebildung und Bildungsforschung vertieft zusammen. An diesem virtuellen Kaffeetisch wird das Konzept vorgestellt, auf dem die Zusammenarbeit basiert, und es werden die Kooperationsmöglichkeiten für Netzwerkschulen erläutert. Der Beitrag richtet sich daher vorrangig an Lehrkräfte und Schulleitungen von Schulen, die nicht Teil von "dialogUS" sind.


Zusammenarbeit Universität - Schule

Interessantes für Schulen und Lehrkräfte aus dem Projekt KOLEG2 (Kooperative Lehrkräftebildung gestalten)

Prof. Dr. Astrid Rank, Prof. Dr. Oliver Tepner & Projektmitarbeitende

Das Projekt KOLEG2 (Kooperative Lehrkräftebildung gestalten) ist 2019 mit acht Teilprojekten in die zweite Förderphase gestartet. Am virtuellen Kaffeetisch unseres Projekts erfahren Sie in einem Kurzbeitrag, welche Themen uns beschäftigen und welche Partizipations- und Kooperationsmöglichkeiten es für Sie als Lehrkraft oder Ihre Schule gibt. Anschließend gibt es ausreichend Zeit für gegenseitigen Austausch und Fragen. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auch auf unserer Homepage.


Zusammenarbeit Universität - Schule

Kooperationsmöglichkeiten für Schulen im Projekt L-DUR (Lehrkräftebildung Digital an der Universität Regensburg)

Prof. Dr. Meike Munser-Kiefer, Prof. Dr. Karsten Rincke & Natascha Lehner

Informationen zum Projekt finden Sie auf der L-DUR-Homepage.


16:45-18:00 | Workshops B

fächerübergreifend | Primarstufe

WS B1: Unterricht mit digitalen Medien aufpAPPen – Einblicke in das digitale Angebot für den Primarbereich

Daniela Gabes & Stephanie Scharpf | Grundschulpädagogik und -didaktik

Sie sind auf der Suche nach digitaler Inspiration für den Unterricht? Gerade auch in Zeiten des Fernunterrichts bieten Apps, Websites & Co. eine gute Hilfe. Wir möchten Ihnen einen praxisbezogenen Überblick zu digitalen Tools geben, die für den Einsatz in der Grundschule geeignet sind.


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS B2: Erstellen von Lernvideos mit Microsoft Office

Matthias Lang | Realschule am Judenstein, Regensburg

Im Workshop werden Möglichkeiten erläutert, wie Lernvideos mit Microsoft Office selbst erstellt werden können. Dazu werden die wichtigsten Gestaltungsgrundsätze erarbeitet und als Vertiefung erklärt, wie Videos mit Hilfe von H5P interaktiv gestaltet werden können.  


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS B3: Schüler aktiv in den Unterricht einbinden mit kollaborativen
Gestaltungs- und Präsenationstools am Beispiel von Learningsnacks

Martina Rasp | Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt visuelle Medien

Durch die voranschreitende Digitalisierung sind inzwischen viele Tools bekannt geworden und werden bereits aktiv von den Lehrkräften in den Präsenzunterricht integriert oder beim Distanzlernen eingesetzt. Dabei bieten einige dieser digitalen Werkzeuge mehr Potenzial als „nur“ zur Vermittlung von Lerninhalten durch die Lehrernden eingesetzt zu werden. Am Beispiel der Anwendung „Learningsnacks“ soll im Workshop gezeigt werden, wie man Schüler/-innen in einem kollaborativen und selbstgesteuerten Prozess dazu ermutigt, mit diesen Werkzeugen produktiv umzugehen sowie selbst Lerninhalte zu gestalten. Somit sammeln sie Erfahrung im Arbeiten in Gruppen und lernen zugleich eine abwechslungsreiche Alternative zu den üblichen Plakaten und Powerpointpräsentationen kennen.


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS B4: Selbstlernkurse gestalten in GRIPS und mebis (mit Praxisbeispielen
aus dem naturwissenschaftlichen Bereich)

Christian Haberl | Naturwissenschaft und Technik (NWT)

In diesem Workshop wird anhand von Praxisbeispielen aus dem naturwissenschaftlichen Bereich gezeigt, wie sich Lernpfade für Selbstlernkurse in Moodle entwickeln lassen. Da sowohl GRIPS als auch mebis auf Moodle basieren, lassen sich Kurse auch einfach zwischen den Plattformen austauschen.


fächerübergreifend | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS B5: Kooperation und Interaktion im Distanzunterricht mittels
kollaborativen Online-Whiteboards

Dominique Holland | Didaktik der Physik

In diesem virtuellen Workshop wird die Arbeit mit dem kollaborativen Online-Whiteboard miro im digitalen Distanzunterricht vorgestellt. Die Teilnehmenden werden im Workshop verschiedene interaktive Methoden kennenlernen und ausprobieren, die sich sowohl im synchronen (unterstützt durch ein Videokonferenztool, wie z.B. zoom) wie auch im asynchronen digitalen Distanzunterricht mit Schülerinnen und Schülern durchführen lassen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf virtuellen Methoden des Austauschs, der Zusammenarbeit, der Informationsbereitstellung und des gegenseitigen Feedbackgebens. Es werden im Workshop beispielhaft zwei Online-Lernumgebungen vorgestellt, die im zurückliegenden Semester von Lehramtsstudierenden entwickelt und im Rahmen von virtuellen Schulklassenbesuchen erprobt wurden.


Biologie | Primarstufe, Sekundarstufe I

WS B6: Aus Alt mach‘ Neu – Aufgaben erweitern und kompetenzorientiert gestalten

Barbara Saß | Didaktik der Biologie

Der Anspruch an einen kompetenzorientierten Unterricht und eine „erweiterte Aufgabenkultur“ könnte den Anschein erwecken, anstelle der bislang in Schulbüchern und anderen Unterrichtsmaterialien vorhandenen Aufgaben völlig neue generieren zu müssen. In diesem Workshop wird Ihnen an einigen Beispielen veranschaulicht, wie man bestehende Aufgaben im Sinne der neuen, erweiterten Aufgabenkultur und Kompetenzorientierung verändern kann. 


Chemie | Primarstufe, Sekundarstufe I & II

WS B7: Arbeiten mit DEGINTU

Lars Ehlert & Prof. Dr. Oliver Tepner | Didaktik der Chemie

DEGINTU ist ein kostenfreies Online-Portal für ein sicheres Gefahrstoffmanagement in der Schule. Das Online-Portal beinhaltet drei Module. Mit dem Modul „Gefahrstoffdatenbank“ erhalten Sie in übersichtlicher Form aktuelle Einstufungen und Kennzeichnungen schulrelevanter Gefahrstoffe nach KMK-RiSU. Des Weiteren können Sie mit dem Modul „Chemikalienverwaltung“ die Gefahrstoffe erfassen, verwalten sowie Etiketten für die Gebinde in verschiedenen Formaten ausdrucken. Mit dem Modul „Versuchsdatenbank“ können Sie einerseits auf zahlreiche Versuchsbeschreibungen zugreifen und anderseits rechtskonforme Gefährdungsbeurteilungen erstellen. Der Workshop verschafft Ihnen eine Übersicht der DEGINTU-Module sowie die Möglichkeit, diese praxisorientiert und kleinschrittig zu erproben. Im Anschluss an die Fortbildung erhalten Sie alle Workshop-Folien inklusive einer interaktiven DEGINTU-Anleitung in digitaler Form.


Fächerübergreifend | Sekundarstufe I & II

WS B8: Was machen die Finnen anders? Eignen sich sichernde oder
erarbeitende Konzepte besser für den (naturwissenschaftlichen)
Unterricht?

Paul Unger | Didaktik der Physik

Vergleicht man finnischen und deutschen Naturwissenschaftsunterricht, zeigt sich unter anderem folgender Unterschied: Geht es um den Erwerb von Fachwissen, so werden in Deutschland verstärkt erarbeitende Konzepte verwendet, während an finnischen Schulen sichernde Konzepte im Vordergrund stehen (Geller et al. 2014; Geller 2015). Ob dieser Unterschied allein schon zum besseren Abschneiden der Finnen in den PISA-Studien im Vergleich zu Deutschland beiträgt, bleibt spekulativ.

Darüber hinaus lassen sich weitere Fragen stellen:

  • Was kann man unter sicherndem oder erarbeitendem Unterricht verstehen?
  • Wie lässt sich sichernder oder erarbeitender Unterricht erstellen?
  • Welche Stärken und Schwächen haben sichernde und erarbeitende Unterrichtskonzepte?

Im Workshop werden wir uns mit diesen Fragen gemeinsam näher auseinandersetzten: Nach einem knappen Theorie-Input erhalten Sie eine vorstrukturierte Unterrichtseinheit, anhand derer wir gemeinsam erarbeitende und sichernde Konzepte austesten. Darüber hinaus wird Ihnen die Basismodelltheorie (Oser, 2001) als Werkzeug zur Unterrichtsplanung vorgestellt. Ich freue mich auf Ihr Interesse!

Die Thematik, inwiefern sichernder oder erarbeitender Unterricht Unterschiede im Lernen der SuS bewirken kann, ist meiner Einschätzung nach fächerübergreifend interessant und relevant. Meine Expertise hinsichtlich dieser Frage beschränkt sich jedoch auf die naturwissenschaftlichen Fächer, insbesondere auf das Fach Physik. Sollten Sie sich als Lehrkraft oder Student/-in aus einem anderen Fachbereich interessiert an meinem Workshop zeigen, heiße ich Sie und insbesondere Ihren Blickwinkel auf die Thematik herzlich willkommen!


Sonderpädagogik | Primarstufe, Sekundarstufe I

WS B9: Strukturierung und Visualisierung auf Grundlage des
TEACCH-Ansatzes – Impulse aus der Schul- und Unterrichtsgestaltung
im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Katja Zimmermann | Pädagogik bei geistiger Behinderung einschließlich
inklusiver Pädagogik

Die spezifischen Kompetenzen und Bedürfnisse der Schüler*innen mit geistiger Behinderung erfordern ein hohes Maß an schülerorientierter Unterrichtsorganisation. Dabei sind Strukturierung und Visualisierung als grundlegende Prinzipien in der Gestaltung von Lernumgebungen handlungsleitend. In diesem Zusammenhang gibt der TEACCH-Ansatz wertvolle Impulse. Er ermöglicht Zusammenhänge zu erkennen und Bedeutungen zu erschließen. Dementsprechend bedeutsam ist der Ansatz für die Unterrichtspraxis im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung - und nicht nur für die Förderung von Schüler*innen mit Autismus-Spektrum-Störungen. In diesem Workshop soll die Fördermethode in Grundzügen erläutert und exemplarische Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt und mit den Teilnehmenden weitere Einsatzmöglichkeiten ausgetauscht und diskutiert werden.


Deutsch | Sekundarstufe I

WS B10: Rechtschreiben im virtuellen Lernraum

Dr. Friederike Pronold-Günthner | Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Das Internet bietet eine Vielzahl von digitalen Lernangeboten zum Rechtschreiben. Allerdings sind diese mehrheitlich nur für Übungsphasen geeignet, einige sind auch aus rechtschreibdidaktischer Perspektive und vor dem Hintergrund guter Aufgabenstellungen sehr kritisch zu bewerten. Im Workshop wird ein digitales, sprach­systematisch angelegtes Rechtschreibtraining für Fünft­klässler vorgestellt, das im Rahmen eines Forschungsprojekts entstanden ist und mit dem auch die Erarbeitung verschiedener Rechtschreibphänomene möglich ist. Der Einsatz ist dabei in verschiedenen Lernszenarien möglich: So kann das Training sowohl als Onlinekurs im reinen Distanzunterricht als auch in einem Blended-Learning-Setting eingesetzt werden.


Deutsch | Sekundarstufe I & II

WS B11: Escape Rooms als digitale Schreibumgebungen gestalten

Christina Knott | Didaktik der deutschen Sprache und Literatur

Lese- und Schreibkompetenzen zu fördern ist eine Aufgabe, die während der gesamten Schullaufbahn immer wieder neu bewältigt werden muss. Beide Kompetenzen sind vielschichtig und umfassen diverse Teilfähigkeiten. Nicht nur im Fach Deutsch müssen Schüler/-innen komplexe Texte lesen und informierende/argumentative Texte schreiben können. Dennoch gerade ab der Mittelstufe stehen Lese- sowie Schreibstrategien und deren Förderung zunehmend weniger im Fokus des Deutschunterrichts. Im Workshop soll beispielhaft gezeigt werden, wie mithilfe spezifischer Strategien im Lernarrangements eines Educational Escape Room die Sprachfähigkeiten der Schüler/-innen im Rahmen des materialgestützten Schreibens gefördert werden können.




Materialien

Materialien zum Thementag sind für die Teilnehmer:innen noch für einige Zeit auf der E-Learning-Plattform GRIPS der Universität Regensburg zugänglich. Der Einschreibeschlüssel zum GRIPS-Kursraum wurde mit der Bestätigungs-E-Mail bei der Anmeldung zum Thementag mitgeteilt.


  1. STARTSEITE UR

7. Thementag Theorie-Praxis

Lernumgebungen gestalten

18. März 2021, 13-18 Uhr


Plakat

Programmflyer

Kontakt:

Johannes Hütten

E-Mail