Zu Hauptinhalt springen

Prof. Dr. Alexander Hellgardt, LL.M. (Harvard)

Herzlich willkommen auf den Internetseiten des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Grundlagen des Rechts

Click here for an English version

Campus Herbst Mw _01_

Der Lehrstuhl forscht und lehrt im Bereich des Bürgerlichen Rechts, des Unternehmens- und Finanzmarktrechts und der Grundlagen des Rechts.


Aktuelles

Stellenausschreibung

Am Lehrstuhl ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin/wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) zu besetzen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Mehr Informationen finden Sie hier.


Regulation Research Conference 2022

Am 5. und 6. April 2022 veranstaltete der Lehrstuhl von Prof. Hellgardt im Rahmen des Forschungsprogramms „Regulatory Instruments in the Real World“ die erste Regulation Research Conference. Unter dem Titel „Squaring the Circle: Empirical Scholarship that is Sound and Relevant at the Same Time“ hielt Prof. Christoph Engel vom Bonner MPI eine Keynote Address, die das Thema der Tagung auf den Punkt brachte. Daneben präsentierten Professoren und Nachwuchswissenschaftler aktuelle empirische und experimentelle Papers, die sich alle mit der Effektivität von Regulierungsinstrumenten befassen. Der Schwerpunkt lag dabei einerseits auf Themen des Kapitalmarkts (Insiderrecht und Publizitätspflichten), andererseits im Verkehrsbereich (etwa Geschwindigkeitskontrollen). Am Ende der Konferenz ergab sich ein stimmiges Gesamtbild, das zugleich aufzeigt, in welche Richtung die am Lehrstuhl betriebene empirische Forschung weiterentwickelt werden soll.


Neuerscheinung: Nachhaltigkeitsziele und Privatrecht, AcP 222 (2022), 163-216 (mit V. Jouannaud)

Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwiefern es zulässig und geboten ist, das Privatrecht zur Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen einzusetzen. Dazu wird der Nachhaltigkeitsbegriff zunächst rechtstheoretisch als Rechtsprinzip und Regulierungsziel eingeordnet und es werden verfassungs- und unionsrechtliche Normen untersucht, die Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung als zwingende Leitlinien staatlichen Handelns vorgeben. Es wird aufgezeigt, dass diese Vorgaben – namentlich Art. 20a GG, dessen Bedeutung im kürzlich ergangenen Klimabeschluss des BVerfG konkretisiert wurde – im Privatrecht ebenso wie in anderen Teilrechtsgebieten möglichst weitgehend umzusetzen sind. Dies gilt, wie der Beitrag darlegt, für den Privatrechtsgesetzgeber ebenso wie für die Privatrechtsrechtsprechung, die Nachhaltigkeitsziele im Sinne einer „Drittwirkung“ des Art. 20a GG in Privatrechtsverhältnissen zu berücksichtigen hat.

Des Weiteren werden konkrete Einsatzmöglichkeiten des Privatrechts zur Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen untersucht und Haupteinwände gegen die Eignung des Privatrechts zu diesen Zwecken entkräftet. Vor allem drei Problemkreise werden näher beleuchtet: Anreizprobleme als Hindernis für privatrechtliche Regulierung zu Nachhaltigkeitszwecken (Stichwort: tragedy of the commons), Möglichkeiten der Verbindung von Nachhaltigkeitsbelangen mit privatrechtlichen Rechtspositionen und Rechtsdurchsetzungsmechanismen (Frage der Aktivlegitimation) sowie die Möglichkeit der Zurechnung von Umweltschäden zu privaten Akteuren in Jedermanns- und Sonderrechtsverhältnissen (Frage der Passivlegitimation). Abschließend wird anhand von Beispielen im Sachenrecht, im Gesellschafts- und Bilanzierungsrecht und im Kaufrecht gezeigt, dass im geltenden Privatrecht bereits gezielt Nachhaltigkeitsbelange verfolgt werden.

Neuerscheinung: Die Schadensersatzhaftung für Datenschutzverstöße im System des unionalen Haftungsrechts, ZEuP 2022, 7

Die am 25.5.2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) hat vor allem die Rechtsdurchsetzung im Datenschutzrecht gestärkt. Dabei spielt die private Rechtsdurchsetzung (private enforcement) durch Schadensersatzansprüche eine zentrale Rolle. In einem ausführlichen Beitrag für die Zeitschrift für Europäisches Privatrechts analysiert Prof. Hellgardt die Schadensersatzhaftung und ihr Zusammenspiel mit den anderen Rechtsdurchsetzungsmechanismen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind über das Datenschutzrecht hinaus für das System der unionalen Rechtsdurchsetzung an sich von Bedeutung.


Förderung durch die VolkswagenStiftung

Für ein empirisches Forschungsvorhaben zur Steuerungswirkung des Rechts hat die VolkswagenStiftung im Rahmen des Programms „Momentum" Prof. Hellgardt 1 Million Euro für die nächsten sieben Jahre bewilligt. Ausführliche Informationen finden Sie hier.


  1. Fakultät für Rechtswissenschaft
  2. Lehrstühle und Personen

Prof. Dr. Alexander Hellgardt, LL.M. (Harvard)

 

Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht und Grundlagen des Rechts

Alexander Hellgardt Neu
Sekretariat

Frau Cosima Eder
Gebäude RW(L), Zi. 117

Tel.: 0941-943 2641
Fax: 0941-943 4985

lehrstuhl.hellgardt@ur.de