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„Die Universität Regensburg wird nie fertig sein“

Präsident Hebel und Vizepräsident Korber im Dialog mit Regensburger Studierenden


21. Mai 2019 | von Katrin Groß

Unter dem Motto „Frag deinen Unipräsidenten“ organisierte der Studentische Sprecher*innenrat der Universität Regensburg am Donnerstag, den 16. Mai, ein „Townhall Meeting“ nach amerikanischem Vorbild, bei dem sich Präsident Prof. Dr. Udo Hebel und Prof. Dr. Nikolaus Korber, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung, den Fragen der Studierenden stellten. Ziel war es, dass studentische Anliegen kurz und prägnant von der Universitätsleitung beantwortet wurden.

Gleich zu Beginn erklärte Präsident Hebel seine Begeisterung für die Veranstaltung, „es zeigt, dass unsere Studierenden in der Lage sind neue Formate auszuprobieren, Diskussionen anzuregen.“ Im Vordergrund stand dabei, dass sich alle auf Augenhöhe und mit Respekt begegneten. Folglich gab es keine Bühne und die beiden Moderatoren sowie die Mitglieder der Universitätsleitung standen in der Mitte an zwei Stehtischen, während die Besucherinnen und Besucher im Kreis um sie herumsaßen. Moderiert von Melanie Hien und Matthias Ernst vom Studentischen Sprecher*innenrat, hatte das Publikum die Möglichkeit seine Anliegen direkt oder schriftlich und anonym an den Präsidenten und Vizepräsidenten zu richten.

Das Spektrum der Fragen an diesem Abend war breit und kam aus den unterschiedlichsten Richtungen. So ging es zum einen um spezifische Aspekte einzelner Studiengänge, wie den Auswirkungen des geplanten Psychotherapeutengesetzes oder der Sprachpraxisausbildung im Lehramt, zum anderen wurden auch allgemeine Themengebiete angesprochen, die einen Großteil der Studierenden an der Universität Regensburg betrafen.

„Die Zukunft steht auf dem Spiel“

Dabei kam ein zentrales Thema immer wieder zur Sprache: das Geld und die Finanzierung der Universität Regensburg. Egal ob Kosten für Sprachkurse, längere Bibliotheksöffnungszeiten oder die Digitalisierung der Lehre - Prof. Dr. Hebel und Prof. Dr. Korber stellten klar, dass all das mit der unzureichenden Ausfinanzierung von Hochschulen zusammenhänge und daher nicht leicht geändert werden könne. Der Präsident machte deutlich, dass man sich dieser Problematik nicht nur bewusst sei, sondern auch in allen politischen Feldern für mehr Geld kämpfe. Denn „die Zukunft steht auf dem Spiel“, wenn die tertiäre Bildung nicht ausreichend und international konkurrenzfähig finanziert wird.

Klar wurde auch der Wunsch der Studierenden nach einer nachhaltigeren Hochschule. Prof. Dr. Korber führte aus, dass die Universität hierzu schon langfristige Projekte verfolgen würde, wie ein neues Heizkraftwerk zur Versorgung des Campus, betonte aber auch, dass gerade Umweltschutz kein Top-Down-Thema sei und hier eine enge Zusammenarbeit zwischen Universitätsleitung und Studierende wünschenswert wäre. Für den Dies Academicus 2019 habe die Universitätsleitung einen Festvortrag zum Thema Klimaschutz geplant.

„Es kann in Zukunft keine Universität ohne Informatik geben“

Daneben interessierten sich die Studierenden auch für den Fortschritt von universitären Großprojekten, wie dem Aufbau der angekündigten Fakultät für Informatik. Präsident Hebel verdeutlichte, dass jede einzelne Fachrichtung ein Interesse an der neuen Fakultät haben müsse, denn „es kann in Zukunft keine Universität ohne Informatik geben“.

Im Fokus der studentischen Fragen stand natürlich auch die Sanierung der Regensburger Universität und die damit einhergehende Lärm- und Geruchsbelastung. Die beiden Professoren zeigten Verständnis für die schwierige Situation und erklärten, dass Studium und Prüfungen nicht unter der Baustelle leiden dürften. Präsident Hebel hob zum Abschluss jedoch auch hervor, „die Universität Regensburg wird nie fertig sein“, denn sonst würde Stillstand herrschen, Hochschulen müssen aber immer ein Ort der Weiterentwicklung und des Wandels sein.

Bei allen kritischen Fragen zeigte der Abend, dass gerade bei den großen Themen zwischen Universitätsleitung und Studierenden Einigkeit herrschte. Denn im Kern verfolgen alle das gleiche Ziel: Eine gut ausgebaute und zukunftsorientierte Universität, die, wie es Prof. Dr. Hebel formulierte, für „Vielfalt, Freiheit des wissenschaftlichen Austauschs, Internationalität, Weltoffenheit und Verantwortung“ steht.


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