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Lernen und Arbeiten in Wohlfühlatmosphäre


20.12.2018 | von Christina Glaser

Viele brauchen absolute Stille, andere wollen eine Aussicht ins Grüne, manche arbeiten gern in Gruppen und einige mögen Bewegung um sich herum – Lern- und Arbeitsstile sind völlig unterschiedlich. Die Universitätsbibliothek Regensburg (UB) bietet vielfältige Zonen für verschiedene Bedürfnisse an, so dass jeder Besucher einen Ort finden kann, an dem er sich wohlfühlt.

Bei 3.500 Arbeitsplätzen findet sich in der Universitätsbibliothek Regensburg eigentlich immer ein Plätzchen, z. B. in einem der 13 Lesesäle, die es an der Universität Regensburg in ganz unterschiedlichen Größen gibt. Manche haben nur um die 20 Leseplätze. Andere fallen recht groß aus, wie die beiden Lesesäle in PT (Philosophie und Theologie), die zusammen über 1.500 Leseplätze beherbergen. Wer sich völlig abschirmen möchte, kann sich eine Einzelkabine reservieren. Das ist beispielsweise für Doktoranden praktisch, wenn sie über einen längeren Zeitraum mit denselben Büchern arbeiten müssen. Auch Gruppenarbeitsräume können reserviert werden. So kann sich ein Team ungestört auf eine Präsentation vorbereiten. Wasser dürfen die Besucher der UB übrigens in die Lesesäle mitnehmen. Natürlich sollten die Pausen nicht zu kurz kommen. Die kann man sich in der Zentralbibliothek im Café zentral versüßen.


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„Uns geht es in erster Linie darum, dass sich unsere Besucher den ganzen Tag bei uns aufhalten können und sich wohlfühlen“, betont Dr. André Schüller-Zwierlein, Direktor der Universitätsbibliothek Regensburg. „Darum arbeiten wir weiter daran, Zonen zu schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Nutzer gerecht werden.“ So möchte die Bibliothek z. B. Eltern-Kind-Räume einrichten. Und wer mal eine Erholung von dem ganzen Lernstress braucht, soll sich zukünftig in Ruheräumen entspannen können. Ein paar Regeln sind natürlich nötig. Sie sollen aber so liberal wie möglich gehalten werden. Daher ist es geplant, dass Nutzerinnen und Nutzer bald Mäntel und Taschen in die Lesesäle mitnehmen dürfen. Das erhöht nicht nur den Komfort, sondern auch den Bewegungsfreiraum.

Zielgerichtet zu den benötigten Informationen

Der beste Arbeitsplatz nützt ohne die nötigen Informationsquellen allerdings wenig. Die gibt es in der Bibliothek in Hülle und Fülle. Schon der Präsenzbestand der Universitätsbibliothek umfasst rund eine Million Bände. Dazu kommen weitere 2,5 Millionen Bücher, die man sich ausleihen kann, 760.000 E-Books, über 39.000 elektronische Zeitschriften, hunderte Datenbanken u.v.m. Und das Medienangebot wird immer größer. Allein der physische Buchbestand wächst jährlich um mehr als 30.000 Bände. Die Recherche nach der passenden Literatur muss aber trotzdem nicht zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen ausarten. Zugegeben, es hat etwas für sich, in den langen Buchreihen der Universitätsbibliothek zu stöbern, zu schmökern und sich inspirieren zu lassen. Wer aber schon genau weiß, was er sucht, tut sich beim Finden der Lektüre wesentlich leichter, wenn er den OPAC (Online Public Access Catalogue) zu Rate zieht.

Dieser Online-Katalog ist sozusagen das Grundrecherche-Instrument, mit dem man zielgerichtet herausfinden kann, wie man an die gewünschten Bücher oder Zeitschriften kommt. Der OPAC ist über einen sogenannten Discovery-Service mit anderen Datenbanken verbunden, über den auch Verbindungen zum Volltext, zur elektronischen Version desselben Buches oder Aufsatzes bestehen – sowie eine Verbindung mit dem Bayerischen Verbundkatalog und weiteren Verbundkatalogen, so dass man gleich die Fernleihe auslösen kann. Wenn das Thema schon bekannt ist, die benötigten Medien aber noch nicht feststehen, empfiehlt sich eine Fachdatenbank. Darin kann man systematisch nach bibliografischen Treffern zu seinem Thema suchen.

Was nicht digital vorhanden ist, kann digital gemacht werden

Die Quellen immer dabei haben, sowohl zu Hause als auch in der Bibliothek – wer keine dicken Bücher schleppen oder ein Zettelwirrwarr aus lauter Kopien vermeiden möchte, kann viele Informationen digitalisieren. Hierfür gibt es an der Universitätsbibliothek ein ganzes Spektrum an Scan-Möglichkeiten. Dazu gehört der sogenannte Kiosk-Scanner, der es Benutzern ermöglicht, recht schnell Bücher einzuscannen. Es gibt aber auch Spezial-Scanner im Multimedia-Zentrum für verschiedenste Zwecke, so kann man z. B. eine große Karte oder ein Plakat scannen. Für Fachpublikationen gibt es auch die Services des Digitalisierungszentrum – hier sind auch Spezialscans möglich, wie ein OCR-Scan (Optical Character Recognition) für die Auswertung der Texte. So können die Quellen auch am eigenen Notebook genutzt werden. Damit Notebooks möglichst lange in den Lesesälen laufen, arbeitet die UB kontinuierlich am Ausbau der Stromversorgung. Bald gibt es daher z. B. Notebook-Schließfächer im großen PT-Lesesaal, in denen die Notebooks während der Kaffeepause aufgeladen werden können.

Informationen zugänglich machen – das ist mehr als Literatur auffindbar zu machen

Das Thema steht, die Bücher stapeln sich auf dem Tisch, die Akkus vom Notebook sind geladen  – doch sind das genug Informationen für eine wissenschaftliche Arbeit und wie geht es nun weiter? Wissenschaftliches Arbeiten will gelernt sein. Hier sieht sich die Universitätsbibliothek in der Pflicht. Sie möchte ihr Kurs-Angebot für Studierende ausbauen. „Sie brauchen die Recherchekompetenz, um alle Informationen zu Ihrem Thema zu finden, Sie brauchen Kompetenz, wie man Literatur und Informationen verarbeitet, wie man sich selbst managt, wie man sich konzentriert, wie man Informationen aus verschiedenen Quellen verdichtet und zusammenführt“,  erklärt Dr. André Schüller-Zwierlein. „Genauso wichtig sind Lesekompetenzen jeglicher Art. Das ist ein ganz wichtiges und vernachlässigtes Thema. Lesen beinhaltet eine Vielzahl von Prozessen. Nicht jeder, der die Schrift lesen kann, verfügt auch über ausreichende Lesekompetenzen für ein Studium.“

Optimale Räumlichkeiten schaffen, digitale Medien und Dienstleistungen ausbauen, persönliche Services stärken  – die Universitätsbibliothek Regensburg arbeitet fortlaufend daran, ihr Angebot zu verbessern und den Besuchern eine angenehme Atmosphäre zu bieten. Dazu gehören auch vielfältige Kulturveranstaltungen und Ausstellungen, die vielleicht auch die eine oder andere Inspiration für die eigene Arbeit bieten können: https://www.uni-regensburg.de/bibliothek/veranstaltungskalender/index.html

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