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Fakultät SLK zieht positive Bilanz ihrer virtuellen, synchronen und internationalen Absolvent:innenfeier


4. März 2021

Seit einem Jahr bestimmen die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowohl den universitären Alltag als auch die feierlichen Momente am Campus: Nichts ist mehr wie in den Jahren davor und diese neue Normalität wird wohl auch noch etliche Monate andauern. Um das Beste aus den neuen Gegebenheiten zu machen, entschied sich die Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften (SLK) dazu, ihre Absolvent:innenfeier in diesem Semester erstmals via Zoom zu veranstalten.



"Unser Ziel war, mit der virtuellen Feier einer Präsenzveranstaltung möglichst nahe zu kommen"

Seit mehr als 20 Jahren setzt diese Feier in jedem Semester den feierlichen Schlusspunkt sowohl an das Ende der Vorlesungszeit als auch an den Abschluss des Studiums; im Sommersemester 2020 – dem ersten „Corona-Semester“ – wurde die Feier noch als voraufgezeichnete Video-Präsentation ins Netz gestellt. Doch diesmal sollte es anders werden: „Nach diesem langen Winter war es mir wichtig, ein Gemeinschaftserlebnis zu schaffen und es unseren Absolvent:innen zu ermöglichen, gemeinsam mit Studienfreunden, der Familie und den Dozent:innen das Erreichte zu feiern und ihren Abschied in einem festlichen Rahmen zu feiern. Unser Ziel war, mit der virtuellen Feier einer Präsenzveranstaltung möglichst nahe zu kommen“, erklärt Prof. Dr. Jochen Mecke. Das von ihm als Geschäftsführer geleitete Institut für Romanistik war in diesem Winter mit der Organisation der Feier betraut. Mit der Idee, die Feier über die Plattform Zoom auszurichten, stieß Prof. Mecke beim Dekan der Fakultät SLK, Prof. Dr. Paul Rössler, auf offene Ohren: „Videokonferenzen sind uns allen aus der Lehre und aus Besprechungen bestens vertraut; es lag also nahe, unsere neu gewonnenen Fertigkeiten zu nutzen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl unserer Fakultät zu stärken“, meint Prof. Rössler.


Von den Vorteilen einer virtuellen Absolvent:innen-Feier

Nachdem die Entscheidung gefallen war, machten sich die Romanisten gemeinsam mit den Fakultätsreferentinnen an die Vorbereitungen: Alle Absolventinnen und Absolventen wurden angeschrieben und zusammen mit ihren Angehörigen und Freund:innen zur Teilnahme an der Feier via Zoom eingeladen. Fakultätsreferentin Dr. Petra Fexer erstellte einen genauen Ablaufplan für alle Akteure und probte die Feier im Voraus. Hilfreich bei der Durchführung des Abends waren Werkzeuge wie die Spotlight-Funktion in Zoom, mit deren Hilfe man den Fokus auf den jeweiligen Redner festlegen kann. Die musikalische Begleitung, die Manuel Glondys vom Institut für Germanistik übernommen hatte, wurde bereits im Vorfeld aufgenommen und bei der Feier selbst über die Funktion „Bildschirm teilen“ abgespielt. Im Anschluss an die offiziellen Programmpunkte gab es für die Gäste die Möglichkeit, in Breakout-Rooms zu informellen Gesprächsrunden zusammenzukommen.


„Unsere virtuelle Absolvent:innenfeier hat wirklich gut und pannenfrei funktioniert“, zieht Dr. Fexer Bilanz; „hilfreich war natürlich, dass nach fast einem Jahr Pandemie jeder mit der Technik vertraut ist – bis hin zu den Eltern oder sogar Großeltern.“ Ein Vorteil des virtuellen Beisammenseins: Familienmitglieder oder Absolvent:innen, die bereits in das Berufsleben gestartet und nicht mehr in Regensburg sind, konnten ohne große Hürden an der Feier teilnehmen und mussten keine weite und kostspielige Anreise in Kauf nehmen. Die rund 80 Gäste waren über ganz Deutschland verteilt, einige saßen auch in den internationalen Partnerstädten der UR vor ihren Bildschirmen: Es waren Familienmitglieder und Absolvent:innen aus Spanien und Frankreich im virtuellen Feierraum mit dabei.


Durch den Abend führte Prof. Mecke als Conférencier, Grußworte sprachen der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung, Prof. Ernst Tamm, Dekan Prof. Rössler sowie die Studierendenvertreterinnen Marlene Oßwald und Jasemin Sahin. Leonie Düngefeld und Jo Hannah Zacharias, die beide ihren Master of Arts in Interkulturellen Europastudien gemacht hatten, sprachen stellvertretend für alle Absolvent:innen. Vizepräsident Tamm zeichnete Felicitas Andel und Julia Brunner für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten mit dem Dr.-Katharina-Sailer-Preis aus; Dr. Anne-Sophie Donnarieix und Dr. Theresa Neumaier erhielten als Auszeichnung für ihre exzellenten Dissertationen den Forschungspreis der Fakultät, virtuell überreicht von Forschungsdekanin Prof. Christiane Heibach. Die Urkunden für die Preisträgerinnen und die Gratulationsurkunden waren – zusammen mit einem kleinen Präsent – schon ein paar Tage zuvor mit der Post bei den Absolventinnen und Absolventen eingetroffen. Im Anschluss an die Feier konnte sich, wer wollte, mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in separaten virtuellen Räumen treffen – es fehlte nur das Glas Sekt und Fingerfood, um die Illusion lockerer Gesprächsgruppen, die sich nach einer normalen Feier bilden, ganz nah zu kommen.


Deutlich mehr Feedback als in den Jahren zuvor

„In den Tagen danach haben sich viele Gäste bei uns gemeldet, um sich für die gelungene Feier zu bedanken“, berichtet Petra Fexer. „Das war deutlich mehr Feedback als in den Jahren davor“, so Fexer weiter, „und für mich ein deutliches Zeichen, dass die Entscheidung für eine gemeinsame virtuelle Feier absolut richtig war“. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklungen in der Corona-Pandemie ist es nicht unwahrscheinlich, dass auch die nächste Absolvent:innenfeier der SLK virtuell stattfinden wird. Falls auch andere Fakultäten darüber nachdenken, eine Feier für ihre Absolventinnen und Absolventen via Zoom auszurichten: Die SLK steht ihnen gerne beratend zur Seite, bitte wenden Sie sich bei Bedarf an Dr. Petra Fexer (E-Mail referentin.slk@ur.de). 

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