Zu Hauptinhalt springen
Startseite UR

1 Studiengang, 16 Zeitzonen, 55 Studierende

Online-Informationsveranstaltung zum Master European Studies an der Universität Regensburg


7. August 2020 | von Katrin Groß

197 Studieninteressierte aus aller Welt hatten sich für den multidisziplinären Master European Studies beworben. Davon wurden 55 Bewerber:innen in einem aufwändigem Auswahlverfahren ausgesucht und studieren ab dem Wintersemester 2020/21 an der Universität Regensburg. Am 6. August 2020 informierten Prof. Dr. Rainer Liedtke, Lehrstuhl für Europäische Geschichte (19. und 20. Jahrhundert), und Studiengangskoordinatorin Gabriela Dafinger die zukünftigen Studierenden über den Studiengang, die Universität, das Studium und Leben in Regensburg und – in diesem besonderen Jahr 2020 unabdingbar – die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Wintersemester 2020/21.

Zoom-Videokonferenz mit den Verantwortlichen des Master European Studies und den neuen Studierenden

Erst vor einem Jahr ist der Master European Studies an der Universität Regensburg an den Start gegangen und hat sich in kürzester Zeit zum Erfolgskonzept entwickelt. Das Ziel ist es Europa aus einer multidisziplinären Perspektive zu betrachten. Dazu haben sich vier Fakultäten der UR zusammengetan, um den englischsprachigen Master aufzubauen: die Fakultäten für Philosophie, Kunst-, Geschichts- und Gesellschaftswissenschaften, Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaft. Um Europa nicht nur theoretisch zu studieren, sondern auch tatsächlich erleben zu können, ist im dritten Semester ein Auslandsaufenthalt an einer Kooperationsuniversität erwünscht. Diese Kombination aus exakt zugeschnittenem Stundenplan und der Lehrsprache Englisch ist im Bereich der Europastudien einmalig in der deutschen Hochschullandschaft. Doch gerade, dass der Master ausschließlich auf Englisch gehalten wird, macht ihn besonders attraktiv für internationale Studieninteressierte.

Die Auswahl für den zweiten Jahrgang des Masterstudiengangs haben sich Prof. Liedtke und sein Team nicht leicht gemacht. Voraussetzungen sind u. a. ein guter Bachelorabschluss in den Gesellschafts-, Sozial-, Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften sowie Kenntnisse des Englischen auf C1-Level. Deutschkenntnisse spielen dahingegen eine nebengeordnete Rolle, jedoch wird nach dem ersten Jahr des Studiums mindestens das Sprachlevel A1 vorausgesetzt. „Unter den 197 Bewerbungen waren viele sehr gute Kandidat:innen. Aber wir sind uns sicher, dass wir die Besten für unseren Studiengang ausgewählt haben“, erklärt Prof. Liedtke. Die 55 Masterstudierenden kommen dabei aus der ganzen Welt – u. a. aus den USA, der Türkei, Russland, Mexiko, Nigeria und Singapur. Und so versammelten sich am 6. August 2020 Studierende aus über 16 Zeitzonen vor ihren Bildschirmen, um sich von Prof. Liedtke, Gabriela Dafinger, Prof. Dr. Mark Spoerer, Prof. Dr. Alexander Graser und Dr. Romy Escher per Zoom-Videokonferenz auf den Studiengang einstimmen zu lassen, sich über das Studierendenleben in Regensburg zu informieren und, um das erste Mal die künftigen Kommiliton:innen zu sehen. Gerade der letzte Punkt ist den Studiengangsverantwortlichen wichtig. Daher haben sie zur Förderung eines Gemeinschaftsgefühls, bereits bevor der Studiengang im Wintersemester startet, einen Kommunikationskanal für die Studierenden eingerichtet: Für ein erstes Kennenlernen, um Fragen untereinander zu klären oder beispielsweise auch für eine gemeinsame Wohnungssuche.

Nach der Einführung stellten die Dozierenden sich und den Plan für das erste Semester vor. Dabei besteht der Lehrplan aus drei Säulen: Recht und Wirtschaft, Geschichte und Politik sowie Kultur- und Literaturwissenschaften. Gleich zu Beginn des Studiums gibt es eine bunte Mischung aus Vorlesungen und Seminaren in den unterschiedlichen Bereichen. Zusätzlich gibt es Tutorien. Denn ein weiterer besonderer Aspekt dieses transdisziplinären Studiengangs ist, dass die Studierenden aus den verschiedensten akademischen Fachrichtungen stammen. So werden beispielsweise der Wirtschaftswissenschaftlerin im Tutorium die Grundlagen der Literaturwissenschaft gezeigt und beigebracht oder der Geisteswissenschaftler erlernt das Arbeiten mit rechtlichen Fragestellungen.

Neben dem Stundenplan für den kommenden Winter, ist gerade für einen international ausgerichteten Studiengang, wie dem Master European Studies, die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ein bedeutendes Thema. So haben sich die Verantwortlichen entschieden alle Veranstaltungen digital stattfinden zu lassen. Damit wird nicht nur verhindert, dass größere Gruppen auf dem Regensburger Campus zusammentreffen, sondern auch garantiert, dass Studierende, die aufgrund der Situation nicht nach Deutschland einreisen können, das Studium trotzdem aufnehmen können.

Wenn es die aktuelle Situation erlaubt nach Regensburg zu kommen, so gehören für die Studierenden das Wohnen und Leben in der Stadt zu den wichtigsten Themen. Besonders für Leute, die nicht aus Deutschland stammen, kann die Wohnungssuche herausfordernd sein, daher informierte Koordinatorin Dafinger ausführlich über die verschiedenen Unterkunftsoptionen, vom Studentenwohnheim bis zur privaten WG. Danach stellte Prof. Liedtke den künftigen Studienort vor, den Campus sowie die Regensburger Altstadt mit ihren verschiedenen Cafés, Restaurants und Bars vor, die für ihn – obwohl er bereits an vielen Orten auf der Erde gelebt hat – zu den schönsten Plätzen weltweit gehört.

Im Nachgang zur Informationsveranstaltung haben sich Prof. Liedtke und Gabriela Dafinger ausführlich Zeit für die Fragen und Sorgen der Masterstudierenden genommen. Neben Themen wie Einschreibung, Wohnungssuche oder Versicherung, haben sich die Studierenden besonders für den Auslandsaufenthalt mit ERASMUS+ im dritten Semester interessiert. Studienplätze an renommierten Partnerhochschulen mit speziell ausgewählten Studiengängen wurden für die Kooperation mit dem Regensburger Master European Studies gesucht – und z. B. in Lund, Prag oder Padua gefunden. Prof. Liedtke betonte, wie wichtig diese Erfahrung an einer anderen europäischen Universität ist, um „eine andere akademische Erfahrung in einem anderen Land mit einer anderen Sprache zu machen.“ Zum Abschluss, nachdem alle Fragen beantwortet wurden, verabschiedete sich Prof. Liedtke: „Ich hoffe, Sie alle bald wieder sicher und gesund zu sehen, ob persönlich oder online. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Morgen, Tag oder Abend, je nachdem, wo Sie gerade auf der Welt sind.“

Weitere Informationen zum Studiengang und zur Bewerbung gibt es online unter www.go.ur.de/mes.

  1. Startseite

Kommunikation & Marketing

 

Anschnitt Sommer Ar- 35_