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Kick-Off des Projekts PathoScan

Prof. Brochhausen-Delius eröffnet ein Digitalisierungsprojekt mit einem Gesamtvolumen von 3,48 Mio. Euro


26. Februar 2020 | von Jan Kleine, Fotos von Markus Deli

Bislang arbeiten nahezu sämtliche Pathologien Deutschlands in mikroskopischen Prozessen immer noch rein analog. Digitale Lösungen finden hier nur zögerlich Einzug. Instabil, qualitativ oftmals nicht ausreichend und in aller Regel zu kostenintensiv – so lassen sich die aktuell am Markt befindlichen Standards zusammenfassen. Somit finden diese, wenn überhaupt, dann nur in Einzelfällen in der Forschung Verwendung, nicht aber in der routinemäßigen klinischen Arbeit. Exakt an diesem Punkt setzt das Projekt PathoScan an, um letztlich einen vollständig digitalen und automatisierten WorkFlow zu vertretbaren Preisen in der Pathologie zu ermöglichen. Prof. Dr. Christoph Brochhausen-Delius kooperiert neben der TU München auch mit der HTI bio-X GmbH sowie der PreciPoint GmbH und dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS.


Neben Grußworten von Dr. Thomas Gruber, Ministerialdirektor an der Bayerischen Staatskanzlei, der in Vertretung von Dr. Florian Herrmann nach Regensburg gereist war, und Stadtrat Dr. Thomas Burger hielten auch die Vizepräsidentin der Universität Regensburg, Prof. Dr. Susanne Leist, sowie der Dekan der Fakultät für Medizin, Prof. Dr. Dirk Hellwig, kurze Ansprachen und hoben das Vorhaben als ein Vorzeigeprojekt für die Digitalisierungsstrategie des Freistaates Bayern und für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Akademie und Industrie im digitalen Industriewandel hervor.


Im weiteren Verlauf erläuterte dann Professor Brochhausen-Delius das mit 1,63 Mio. Euro vom Bayerischen Ministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und insgesamt 3,84 Mio. Euro aufwendige Projekt detaillierter. So soll das zum beschriebenen Vorhaben konstruierte Ladesystem, welches die pathologischen Proben zu den mikroskopischen Aufnahmesensoren (Digitalmikroskopen) transportiert, in der Lage sein, Proben aus dem bestehenden Pathologieworkflow zu übernehmen, mehrere Digitalmikroskope gleichzeitig zu beladen und nach der Digitalisierung wieder zu entladen. Zu diesem Zweck wird die bestehende Mikroskopieplattform der Firma PreciPoint entsprechend weiterentwickelt. Der modulare Aufbau des Systems erlaubt eine nahtlose Integration an vorhandene Pathologieworkflows und verringert so die Hürden für die Adaption von digitalen Untersuchungsmethoden. Um eine hohe und konsistente Qualität der Bilddaten zu gewährleisten, wird das Fraunhofer IIS in Erlangen seine umfassende Expertise in der automatisierten Bildanalyse einbringen. Darüber hinaus soll ein komplett neuartiges, auf ultrafeiner Zerstäubertechnologie basierendes Verfahren zur immunhistochemischen Färbung von Gewebeproben entwickelt und evaluiert werden, welches bei Erfolg neue Maßstäbe bei der gleichbleibenden Qualität und der sparsamen Nutzung teurer Antikörperreagenzien setzen soll.

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