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Presse

„Neujahrsempfang als Kristallisationspunkt des Aufbruchs“

Präsident Prof. Dr. Udo Hebel blickt zuversichtlich auf das Jahr 2023


16. Januar 2023

Nach dreijähriger coronabedingter Pause fand am Donnerstagabend erstmals wieder der Neujahrsempfang des Präsidenten der Universität Regensburg statt. Mehr als 250 Mitglieder und Freund:innen der Universität waren der Einladung von Prof. Dr. Udo Hebel ins obere Foyer der Universitätsbibliothek gefolgt, um das universitäre Miteinander zu feiern. Neben der Neujahrsrede des Präsidenten erwartete die Gäste vor Ort vor allem das Wiedersehen mit zahlreichen Kolleg:innen sowie das Ausstellungsprojekt „Timelines – Paris – Las Vegas – Chicago“ des Instituts für Kunstgeschichte. 

Er sei „froh und dankbar“, dass der Empfang wieder in Präsenz stattfinden könne und man an der Universität Regensburg gemeinsam in einem Präsenzsemester in das neue Jahr gehen könne, begann der Präsident seine Rede. Dieses tue man mit Blick auf die aktuellen Krisen jedoch nicht in ungetrübter Fröhlichkeit oder kontextloser Heiterkeit. „Nach knapp elf Monaten Krieg in der Ukraine kann und darf unser Entsetzen über die Unmenschlichkeiten und Leiden dort und auch anderswo in der Welt nicht nachlassen“, mahnte der Präsident. 

Anschließend blickte Prof. Hebel auf die Veränderungen der Universität Regensburg seit dem letzten Neujahrsempfang im Jahr 2020 zurück. Gemeinsam habe man in dieser Zeit nicht nur die Pandemie und Energiekrise bewältigt, sondern zugleich die Zukunftsentwicklung der Universität Regensburg weiter vorangetrieben und die Zukunftsfähigkeit der Universität in wichtigen Transformations- und Strategieprozessen gestärkt.
Aus der Hightech Agenda Bayern habe die Universität 40 neue Professuren erhalten. Die Integration dieser neuen Professuren und der von ihnen vertretenen Forschungs- und Lehrfelder werde die nächsten Jahre ebenso wesentlich mitprägen, wie der große Generationswechsel mit jeweils ca. 50 Berufungen zwischen 2021 und 2025 und 2025 bis 2030. „Das Berufungsgeschehen ist von wesentlicher, ja entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Universität Regensburg, unterliegen doch vielen schon abgeschlossenen und noch laufenden Verfahren wichtige strategische Ausrichtungs-, Neueinrichtungs- und Umwidmungsentscheidungen“, so Prof. Dr. Hebel. 
 

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Video: Unversität Regensburg/Katharina Herkommer 


Seit 2020 wurden die Querschnitts- und interdisziplinär-forschungsthemenorientierten Netzwerkstrukturen an der UR erweitert – von der Gründung der Fakultät für Informatik and Data Science über das DIMAS bis zum Department für Immunmedizin. „In solchen übergreifend themen- und aufgabenorientierten Strukturen und Forschungsorganisationen liegt ein wichtiger
Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit unserer Universität“, so Prof. Dr. Hebel. 
Als weiteren großen Erfolg der zurückliegenden Jahre nannte Prof. Dr. Hebel den Zuschlag für die Gestaltung des Medizincampus Niederbayern, den die UR im direkten Wettbewerb mit der TU München erhalten hat. Bereits zum Wintersemester 2024/25 sollen  die ersten Studierenden ihr Studium beginnen. 
Auch das Zentrum Erinnerungskultur (ZE) in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg habe mitten in der Pandemie seine Arbeit aufgenommen und sich bereits „mit Veranstaltungen, Forschungsprojekten, internationalen Netzwerkaktivitäten als weithin wahrgenommenes Zeichen und Plattform der gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Verantwortungsbereitschaft der Universität gut etabliert“, rekapitulierte der Präsident. 

Mit Blick auf das Jahr 2023 sprach der Präsident dann die weitere Umsetzung des Universitätsentwicklungsplans „Universität Regensburg 2025“ an, bei dem die Gespräche zwischen Universitätsleitung und Fakultäten zur Neufassung der Fakultätsstrukturpläne sehr konstruktivverlaufen. Für die Handlungsbereiche Diversity, Internationalisierung, Data Management und besonders auch Nachhaltigkeit werde  an universitätsweiten Entwicklungskonzepten gearbeitet. 
Als eines der Großthemen des kommenden Jahres kam Präsident Hebel dann auf die Exzellenzstrategie zu sprechen. „Hier laufen die Planungen und Vorbereitungen für unsere Cluster-Anträge sowohl innerhalb der Universität als auch mit unseren Partnerinstitutionen seit Langem intensiv und auf Hochtouren“, wusste Prof. Dr. Hebel zu berichten. Nachdem schon Probebegutachtungen Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurden, kündigte Prof. Dr. Hebel die Vorstellung der Cluster-Vorhaben im Universitätsrat für den 19. Januar an, bevor am 1. Februar die Absichtserklärungen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht werden müssen. Abgabetermin für die Antragsskizzen ist dann der 31. Mai. Trotz der bekanntermaßen starken Konkurrenz um die wenigen neuen Cluster ist der Präsident überzeugt, dass die Universität Regensburg mit Ihren Anträgen gute Erfolgschancen hat. 
Grundsätzlich habe die Universität Regensburg in den zurückliegenden Jahren eine Phase des Ressourcenwachstums durchlaufen und sei jetzt dabei, dieses Wachstum in zukunftsorientierte Transformationsprozesse und für zukunftsorientierte Ermöglichungsstrukturen umzusetzen. Es könne aber auch sein, dass  „die Herausforderungen noch zunehmen und dass die Krisen und schwierigen Zeiten weitere Anpassungen an neue Rahmenbedingungen erfordern werden.“ Als Beispiel nannte der Präsident die Diskussion um  Bauunterhalt, Sanierungen und Neubauten, die letztlich „Ausdruck der nicht ausreichenden Grundfinanzierung des Wissenschaftssystems und systemischer Probleme im öffentlichen Bau“ seien. Die Notwendigkeit höherer Etats und Mittel für Bauunterhalt und Infrastruktur sowie die Verkürzung und Entschlackung von Abläufen werden daher laut Prof. Dr. Hebel auch im Jahr 2023 in der politischen Repräsentation und Lobbyarbeit der Universität Regensburg eine wichtige Rolle spielen. 

Abschließend forderte der Präsident alle Anwesenden auf, den „Neujahrsempfang als Kristallisationspunkt und -ort des Aufbruchs in das Neue Jahr und dessen Herausforderungen und Chancen zu sehen und sich von der Gewissheit des Potentials, der Zuversicht, des Muts und des guten, vertrauensvollen und zukunftsgerichteten Miteinanders unserer universitären Gemeinschaft leiten zu lassen.“
Im Anschluss an die Rede des Präsidenten begann mit der Öffnung des Büffets der gesellige Teil des Abends. Musikalisch untermalt wurde der Abend vom Pianisten der Uni Jazz Combo, Jochen Pfister. 

Zur vollständigen Neujahrsrede des Präsidenten

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