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Die UR in der Medienberichterstattung

Veröffentlichungsdatum 15. November 2020
Deutschlandfunk | Interview der Woche

"Das hat erdbebengleiche Folgen, was hier momentan passiert" – Ein Deutschlandfunk-Interview mit Prof. Dr. Volker Depkat über Trumps Negierung der Wahlniederlage

Im Deutschlandfunk spricht Christoph Heinemann im "Interview der Woche" mit  Dr. Volker Depkat, Professor für Amerikanistik an der UR, über Donald Trumps Weigerung, seine Niederlage bei den US-Präsidentschaftswahlen anzuerkennen. Noch nie, so Depkat, habe ein amtierender Präsident der USA seine Wahlniederlage geleugnet. Allerdings stelle diese Weigerung nur das Finale einer ganzen Reihe von Handlungen dar, durch die Trump seine Verachtung gegenüber der Verfassung und der in ihr niedergelegten Verfahren zum Ausdruck brachte. Seinen Anfang habe dieses Verhalten bereits in der Zeit von Trumps Kandidatur 2016 genommen, so Depkat weiter. Der Historiker gibt zu bedenken, dass nicht Trump allein uns Sorgen bereiten sollte, sondern auch die Tatsache, dass er von 70 Millionen Amerikanern gewählt worden sei. Die Spaltung innerhalb der amerikanischen Geselleschaft führt Professor Depkat auf eine Frage nach dem richtigen, dem amerikanischen Lebensstil zurück und darauf, wer das Recht habe zu definieren, was amerikanisch ist: Wir erlebten eine Polarisierung von sozial-moralischen Milieus, die momentan Rücken an Rücken stehen und nicht bereit sind, miteinander in einen Dialog zu treten: "Solange sich diese Polarisierung nicht ändert, sehe ich auch nicht, wie da nachhaltig etwas heilen kann", so Depkats Resümee im Deutschlandfunk.


Veröffentlichtungsdatum 11. November 2020
ARD | plusminus

Prof. Dr. Heese spricht über die zweite Klagewelle an deutschen Gerichten im Zusammenhang mit dem Diesel-Skandal

Als unabhängiger Rechtswissenschaftler beobachtet und analysiert Prof. Dr. Michael Heese, Inhaber des Regensburger Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilverfahrens- und Insolvenzrecht, Europäisches Privat- und Prozessrecht sowie Rechtsvergleichung den Dieseskandal rund um VW und andere Hersteller. In der ARD-Sendung plusminus vom 11. November 2020, gibt Professor Heese seine Einschätzung zum weiteren Verlauf der Klagen im Zusammenhang mit den manipulierten Diesel-Kraftfahrzeugen ab: Deutsche Gerichte erlebten gerade das Hereinbrechen einer zweiten Klagewelle, die sich jetzt in erster Linie an andere Hersteller als VW richte. Diese Klagen würden die Gerichten noch eine ganz Weile lang beschäftigen; um einer Verschwendung staatlicher Ressourcen entgegenzuwirken, sei eine Kanalisierung der Klagen in ein einheitliches Verfahren wünschenswert, so der Rechtswissenschaftler weiter.


Veröffentlichungsdatum 6. Oktober 2020
welt.de | kmpkt

Wie man die Zeit ausdehnen kann: Psychologe Ferdinand Kosak erklärt, wie sich das subjektive Zeitempfinden beeinflussen lässt

Bereits Anfang 2019 hat Ferdinand Kosak vom Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie in der Fachzeitschrift Acta Psychologica einen Artikel darüber veröffentlicht, dass aktivierte Erinnerungen das Potential haben, das gefühlt schnelle Zeitvergehen abzumildern. Auf welt.de erschien am 6. Oktober 2020 ein Artikel über seine Erkenntnisse: In der zugrundeliegenden Studie befragte Kosak 473 Menschen zwischen 14 und 67 Jahren zum subjektiv empfundenen Verstreichen der Zeit innerhalb der letzten fünf Jahre. Die Probanden wurden dabei per Zufallsentscheid in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe sollte, bevor sie den Fragebogen zum Zeitempfinden ausfüllte, Erlebnisse aufschreiben, an die sie sich aus den vorangegangenen fünf Jahren erinnerte. Die zweite Gruppe rief diese Ereignisse nicht ab. Das Ergebnis der Untersuchung: Wer sich vorab mindestens vier Ereignisse ins Gedächtnis rief, für den verging die Zeit nach eigenen Angaben vergleichsweise langsamer. 


Veröffentlichungsdatum 30. September 2020
BR Fernsehen / idowa.de

"Ein Punktsieg für Biden" - Prof. Dr. Stephan Bierling über das erste TV-Duell der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten

In der Nacht vom 29. auf den 30. September fand das erste von insgesamt drei TV-Duellen im Wahlkampf der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten statt. Stephan Bierling, Porfessor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen an der UR, hat in der Rundschau im Bayerischen Fernsehen und für idowa.de die Fernsehdebatte analysiert. Doch eine wirkliche Debatte war das Fernsehduell gar nicht, so Berling, denn keiner hat dem anderen zugehört.

Trump musste auf Attacke gehen und versuchen, Biden in die Defensive zu treiben. Das sei dem Amtsinhaber jedoch nicht gelungen, so Bierling, und so sei Biden zwar kein strahlender Sieger, hätte aber auch keinen großen Fehler gemacht: "ein Punktsieg für Biden", so Professor Bierlings Resüme. Werfe man einen Blick in die us-amerikanischen Medien, so stelle man fest, dass die rechten Medien Trump für seinen Auftritt bejubeln, die linken und die Mainstream-Medien dagegen feiern Biden. Jeder, der die beiden Kandidaten kennt, wird im Fernsehduell nichts Überraschendes gesehen haben, sagt Prof. Dr. Stephan Bierling gegenüber idowa.de.


Veröffentlichungsdatum 30. September 2020
Bayerischer Rundfunk | Bayern

"Ein Schritt in die richtige Richtung" - Prof. Dr. Bernd Salzberger im BR-Interview über die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen

Bußgelder für falsche Angaben in Gästelisten, Fördergelder für Lüftungsanlagen und Einschränkungen bei privaten Feiern - am 30. September haben sich Bund und Länder auf neue Corona-Maßnahmen geeignet. Wie sinnvoll diese Maßnahmen sind, dazu hat der Bayerische Rundfunk mit Prof. Dr. Bernd Salzberger, Bereichsleiter Infektiologe am UKR und Professor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Klinische Infektiologie an der Universität Regensburg gesprochen.

Regional zu reagieren und auf das jeweilige Infektionsgeschehen angepasste Regelungen zu treffen, sei sinnvoll, so Professor Salzberger, denn die Epidemie entwickle sich in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ganz anders als im vergleichsweise wenig betroffenen Mecklenburg-Vorpommern oder in Sachen-Anhalt. Grundsätzlich sei es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger in Eigenverantwortung darauf achten, konsequent eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und konsequent zu lüften. 

Salzberger sieht die steigenden Infektionszahlen durchaus als besorgniserregend, auch wenn er im Moment, aufgrund der langsamen Steigerung, weniger beunruhigt sei als noch im März und April. Jetzt gelte es, die Zahlen durch konsequente Maßnahmen wieder nach unten zu bringen.

Alles in allem sieht Prof. Dr. Bernd Salzberger die Krankenhäuser in Deutschland für eine zweite Welle gut gerüstet, für das Personal werde sie aber eine starke Belastung darstellen. Sollten die Infektionszahlen dramatisch ansteigen, könne es dazu kommen, dass die Krankenhäuser an ihre Grenze stoßen und eine ausreichende Versorgung nicht mehr gewährleistet wäre.



Weitere Beiträge über die Universität Regensburg aus den vergangenen Semestern finden Sie in unserem Archiv.

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