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Die UR in der Medienberichterstattung

Veröffentlichungsdatum 18. September 2020
mittelbayerische.de | Regensburg

Corona-Diskurs: Dialog statt Polarisierung
Ein MZ-Interview mit Prof. Dr. Katrin Gierhake über ihren Blog "mit!denken"

Prof. Dr. Katrin Gierhake ist Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Internationales Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Regensburg. Schon seit Beginn der Corona-Krise in Deutschland, also seit März 2020, treibt sie die Frage um, ob alle in diesem Zusammenhang politisch erlassenen Maßnahmen durch rechtliche Grundlagen gedeckt sind. Ende Mai/Anfang Juni startete sie dazu einen Blog - https://mitdenken.ur.de/ –, der Raum für Überlegungen, Essays und Analysen bietet, die aus verschiedenen akademischen Perspektiven die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das öffentliche Leben kritisch begleiten.

Professor Gierhake sucht den Dialog, sie sieht in Zeiten wie diesen einen erhöhten Diskussionsbedarf und warnt davor, alle Teilnehmer:innen an Corona-Demonstrationen als Spinner oder Anhänger radikaler Gruppierungen abzutun: Die breite Masse der Corona-Demonstrant:innen habe ein berechtigtes Anliegen, das es verdient gehört zu werden. Die Juristin bedauert, dass eine sachliche und objektive Diskussion derzeit kaum noch stattfindet und eine deutliche persönliche Polarisierung innerhalb der Gesellschaft festzustellen ist. Sie hofft, dass wieder ein echter Dialog auf der sachlichen Ebene entstehen wird und dass der Blog "mit!denken" dazu einen Beitrag leisten kann.


Veröffentlichungsdatum 9. September 2020
idowa.de | Regensburg

Die wahren Kosten der billigen Lebensmittel – Interview mit Prof. Dr. Hirschfelder zur Folgekosten-Studie von Uni Augsburg und PENNY

Eine Studie von Wirtschaftsinformatikern der Universität Augsburg hat dieser Tage zu Diskussionen über den Wert und die Kosten von Lebensmitteln geführt: Im Auftrag der PENNY Markt Gmbh hat die Uni Augsburg die sogenannten "wahren Kosten" für acht Eigenmarken-Produkte der Supermarktkette berechnet. Dazu zählen Umwelt- und soziale Folgekosten, die bei der Herstellung von Lebensmitteln entstehen; für diese Kosten müssen nicht der Hersteller oder die Verbraucherin aufkommen, sondern die Allgemeinheit. Würde man diese Folgekosten einberechnen, müssten vor allem tierische Erzeugnisse wie Fleisch, Milch und Käse drei- bis viermal so teuer sein.

Idowa.de hat mit dem Regensburger Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Gunther Hirschfelder über die Ergebnisse der Studie gesprochen. Hirschfelder hält sie für gut nachvollziehbar, zumal es seines Erachtens so etwas wie gerechte Preise ohnehin nie gegeben habe - leidende Tiere, ausgelaugte Böden oder ausgebeutete Arbeiter seien keine neue Entwicklung, doch die Schieflage habe sich im heutigen System verschärft. Laut Professor Hirschfelder resultiert die auf Wachstum ausgerichtete, konventionelle europäische Landwirtschaft aus den Bestrebungen, die Nahrungsproduktion effektiver zu machen und auch in Krisenzeiten genug Lebensmittel für die gesamte Bevölkerung produzieren zu können. Dieses Ziel sei erreicht, die damit einhergehenden negativen Auswirkungen werte er nicht als böse Absicht, sondern sie seien "fast schon 'unfallsmäßig'" geschehen.

Hirschfelder macht deutlich: Um eine Wende hin zu einer ökologischeren Landwirtschaft vollziehen zu können, müssen Politik, Landwirte und Verbraucher zusammenarbeiten: „In dieser ganzen Agrardiskussion hilft es, glaube ich, allgemein nicht weiter, nach Schuldigen zu suchen. Wir müssen überlegen, wo wir produktiv nach vorne denken können“, so Hirschfelder auf idowa.de.


Veröffentlichungsdatum 9. September 2020
Weser-Kurier | Wirtschaft

Interview mit Prof. Dr. Enzo Weber über die Auswirkungen der Globalisierung auf den deutschen Arbeitsmarkt

Prof. Dr. Enzo Weber hat den Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Regensburg inne und ist Forschungsbereichsleiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im Interview mit dem Weser-Kurier erklärt er, welche positiven Seiten internationale Arbeitsteilung auch für Deutschland hat, und warum er davon ausgeht, dass die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Niedriglohnländer in Zukunft eher abnehmen wird. Laut Weber haben wir der Globalisierung eine deutlich gesteigerte Wertschöpfung zu verdanken; der Wirtschaftsexperte warnt vor Empfehlungen die Lieferketten zu verkürzen und wieder vermehrt in Deutschland zu produzieren: „Man kann nicht alle Lieferketten kappen und erwarten, dass die gleiche Produktionsleistung erbracht wird.“


Veröffentlichungsdatum 8. September 2020
Merkur.de | Politik

Eine Bilanz über vier Jahre Trump - Interview mit Prof. Dr. Stephan Bierling auf Merkur.de

Was manche 2015 für einen Gag hielten - die Kandidatur von Donald Trump für das Amt des US-Präsidenten - endete dank Trumps ungeheurem Instinkt für die Wünsche seiner Wählerschaft im November 2016 mit dem Wahlsieg des unwahrscheinlichen Kandidaten. Über die seitdem ins Land gegangenen vier Jahre dieser Präsidentschaft hat Prof. Dr. Stephan Bierling, Experte für Internationale Politik an der Universität Regensburg, im Interview mit Merkur.de gesprochen. 


Veröffentlichungsdatum 26. August 2020
Mittelbayerische Zeitung | Stadt Regensburg

Prof. Dr. Bernd Salzberger im MZ-Interview: Maskenpflicht ist sinnvoll, aber in Grundschulen schwierig durchzusetzen

Im Hinblick auf das nahende Ende der Schulferien in Bayern hat die Mittelbayerische Zeitung mit dem Infektiologen Prof. Dr. Bernd Salzberger über seine Einschätzungen zur Maskenpflicht während des Unterrichts gesprochen. Salzberger sieht das Tragen eines Mund-Nasenschutzes als wirksames Mittel an, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für weiterführende Schulen und Hochschulen sei das gut umzusetzen - im Fall der Grundschulen bezweifelt er das jedoch. Allerdings sei eine Übertragung des Virus bei Kindern unter zehn Jahren ohnehin seltener.


Veröffentlichungsdatum 13. August 2020
Neue Zürcher Zeitung | Gastkommentar

Von einer "beklagenswerten Figur" zum "Hauptberater" - Prof. Stephan Bierling über die Rolle des US-Vizepräsidenten in der Neuen Zürcher Zeitung

Poltikwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Bierling erklärt in seinem Gastkommentar, wie sich die Rolle des amerikanischen Vizepräsidenten über die Jahrhunderte entwickelt hat. Nach 1787 hatte das Amt des Vizepräsidenten kaum Macht. Erst 1939 bekam er ein Büro auf dem Gelände des Weißen Hauses, der Einfluss blieb jedoch weiterhin gering. In den 70er Jahren wuchs dann die Verantwortung, die mit dem Amt einherging. Spätestens jedoch mit Al Gore, der zum Hauptberater Bill Clintons avancierte, bekam der Vizepräsident eine zentrale Rolle in der amerikanischen Politik.


Veröffentlichungsdatum 28. Juli 2020
BR Fernsehen | Rundschau

VW erkennt Grundsatzurteil des BGH nicht an – Prof. Dr. Michael Heese über den aktuellen Stand im Diesel-Skandal

Im Mai 2020 hatte der Bundesgerichtshof im Diesel-Skandal geurteilt, dass der Volkswagen-Konzern grundsätzlich zu Schadenersatz für manipulierte Dieselmotoren verpflichtet ist. Im Fall eines Klägers, der sein Fahrzeug erst nach Bekanntwerden der Manipulation gekauft hatte, scheint der BGH jedoch von einer weiteren Verurteilung abzusehen. In anderen Verfahren spielt der Konzern offenbar auf Zeit. Prof. Dr. Michael Heese hat sich mit dem Diesel-Skandal im Rhamen eines juristischen Forschungsprojekts intensiv auseinandergesetzt; im Bayerischen Fernsehen spricht er darüber, dass Volkswagen trotz des Grundsatzurteils die Ansprüche von Käufern in anderen Verfahren bisher nicht anerkennt. "Überhaupt geht der Diesel-Skandal vor den Gerichten jetzt noch einmal richtig los", so Professor Heese.


Veröffentlichungsdatum 27. Juli 2020
taz-Interview und dpa-Meldung übernommen u.a. in der Süddeutschen Zeitung / BR / WELT / Handelsblatt u.a.

Test-Pflicht für Reiserückkehrer ist legitim – Einschätzung von Prof. Dr. Thorsten Kingreen zu verpflichtenden Coronatests

Prof. Dr. Thorsten Kingreen hat an der Universität Regensburg den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sozialrecht und Gesundheitsrecht inne. Gegenüber der taz und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wertete er die Regierungspläne zur Einführung von verpflichtenden Corona-Tests für Reisende, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, als rechtmäßig: Ein verpflichtender Test stelle zwar einen Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit dar - werde dieser Eingriff aber zum Zweck des Infektionsschutzes vorgenommen, sei er zumutbar. "Deshalb wäre ein verpflichtender Test verfassungsrechtlich zulässig", so Professor Kingreen im Gespräch mit der dpa. Auch eine Weitergabe der Kosten für die Tests an die betroffenen Reisenden sei grundsätzlich rechtens, so Kingreen weiter. Allerdings empfehle es sich, diese Regelung erst ab einem Stichtag in der Zukunft einzuführen.


Veröffentlichungsdatum 25. Juli 2020
idowa.de | Ratgeber

Was tun, wenn es krabbelt, summt und sticht? – Ratschläge zur  Koexistenz mit Spinnen und Insekten von Prof. Dr. Ruther und Prof. Dr. Strohm

Sie fliegen wieder: Wespen, Mücken und Fruchtfliegen haben jetzt im Juli Hochsaison und auch Spinnen, Ameisen und Schmeißfliegen haben die wenigsten gerne in ihrer Wohnung. Dr. Joachim Ruther, Professor für Chemische Ökologie an der Universität Regensburg, erklärt im Beitrag auf idowa.de mit welchen Hausmitteln und Verhaltensweisen wir Insekten und Spinnentiere aus der eigenen Wohnung fern halten können: Zum Beispiel hilft gegen Fruchtfliegen eine Falle mit weißem Balsamico, Mückenkolonien lassen sich dezimieren, indem man sämtliche Wasseransammlungen trockenlegt. Außerdem kann es lohnenswert sein, Nützlinge im Garten zu unterstützen, etwa indem man möglichst viele einheimische Pflanzenarten kultiviert.

Zoologe Prof. Dr. Erhard Strohm ergänzt, dass trotz der Diskussion um das Insektensterben zu wenig Toleranz gegenüber Insekten besteht. Vielleicht lohnt es sich also, die eigene Einstellung zu ändern - zum Beispiel gegenüber Wespen und Spinnen, die uns lästige Fliegen und Mücken ganz unproblematisch und biologisch vom Leib halten können...


Veröffentlichungsdatum 24. Juli 2020
t-online.de | Kriminalität

Missachtung von Sorgfaltsnormen oder Unglück? – Prof. Dr. Henning Ernst Müller über die eingestellten Strafprozesse zur Duisburger Loveparade

Am 24. Juli 2020 jährte sich das katastrophale Ende der Duisburger Loveparade, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen, zum zehnten Mal. Die Strafprozesse im Zusammenhang mit den Todesfällen endeten ohne Schuldsprüche, das Verfahren wurde bereits im Mai 2020 eingestellt. Im Interview auf t-online.de zeigt sich Prof. Dr. Henning Ernst Müller enttäuscht über die Begründung des Gerichts, dass bei multiplen Ursachen die Einzelschuld geringer sei. Dem widerspricht Müller, der an der Universität Regensburg den Lehrstuhl für Strafrecht, Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht inne hat: "Auch in einem komplexen Geschehen gibt es für einzelne Bereiche Verantwortliche und sie können auch für Fehler verantwortlich gemacht werden." Dabei geht es laut Professor Müller nicht um hohe Strafen - wichtig ist ihm aber, "dass die Missachtung von Sorgfaltsnormen nicht als 'Unglück' klassifiziert werden kann". Auch wenn das Strafverfahren jetzt eingestellt wurde, sei  die Aufklärung längst nicht abgeschlossen. Prof. Müller: "Man muss jetzt daran gehen, auch über Medienöffentlichkeit die Politik zu einer Aufarbeitung zu drängen."


Veröffentlichungsdatum 23. Juli 2020
SRF | Echo der Zeit

"China wird mit gleicher Münze heimzahlen" – Prof. Dr. Stephan Bierling über Trumps Rolle im Streit zwischen China und den USA

Was als Handelsstreit zwischen China und den USA begann, hat sich mittlerweile zu einer Rivalität ausgewachsen, die sich auch auf die Bereiche von Technologie,  Gesundheitspolitik und territorialer Fragen auswirkt. Mit der Schließung eines chinesischen Konsulats in Houston, Texas, durch die US-Regierung hat die Eskalation des Streits eine neue Stufe erreicht. Der Schweizer Rundfunk hat in diesem Zusammenhang bei Prof. Dr. Stephan Bierling nach der Rolle von Präsident Trump gefragt: Für den Experten für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen ist das Zerwürfnis zwischen den beiden Weltmächten unabhängig von den jeweiligen politischen Führern. Würde Donald Trump abgewählt werden, würde der Konflikt vermutlich etwas weniger aggressiv ausgetragen - das zugrundeliegende strukturelle Problem bliebe jedoch bestehen.


Warum es nicht egal ist, wie Kinder Bildschirmmedien nutzen

Veröffentlichungsdatum 9. Juli 2020
BBC | Reel

Ein BBC-Beitrag zur Regensburger Studie über die negativen Auswirkungen von Bildschirmkonsum im Kindesalter

Pädagogen der Universität Regensburg haben im Rahmen einer Studie untersucht, ob sich die Vorstellungskraft im Kindesalter langsamer entwickelt, wenn Kinder verstärkt Bildschirmerfahrungen machen. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Vorstellungskraft sich umso langsamer entwickelt, je länger ein Kind pro Tag vorm Computer, Tablet, Smartphone oder Fernseher verbringt. Die Vorstellungskraft ist es, die es uns erlaubt, eine bestimmte Szenerie vor Augen zu haben - auch wenn wir uns diese nur vorstellen oder darüber lesen. Sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen ist sie ein wichtiger Baustein für kognitive Funktionen wie etwa Denken, Problemlösen, Sprache und Phantasie.

Die BBC berichtet in einem kurzen Video über die Erkentnisse aus der Studie und lässt dabei PD Dr. Sebastian Suggate, Akademischer Rat am Lehrstuhl für Schulpädagogik, zu Wort kommen (ab ca. Sekunde 0:30).


Veröffentlichungsdatum 24. Juni 2020
idowa.de (dap) /br.de | Bayern

Kein Scherz: BR berichtet über den Mensa-Lieferdienst des Studentenwerks

Seit Ende Mai bietet das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz (STWNO) in Regensburg einen Lieferdienst für Mensa-Gerichte an. Die Bestellung und Bezahlung läuft über einen Webshop, die Gerichte werden per Fahrrad- oder Autokurier zugestellt. Pizzen werden heiß geliefert, für alle anderen Gerichte ist vorgesehen, dass sie erst von den Kunden zu Hause erwärmt werden. Neben Regensburg ist der Liefer-Service auch an weiteren Standorten des STWNO verfügbar, derzeit in Passau, Landshut und Deggendorf. 

Noch sind deutschlandweit keine anderen Mensa-Lieferangebote bekannt. Die Idee an sich gab es 2016 schon beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, dort allerdings nur als Aprilscherz. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, planen jetzt auch andere Studentenwerke die Idee in die Realität umzusetzen, unter anderem dasjenige in Erlangen-Nürnberg.


Veröffentlichungsdatum 17. Juni 2020
beck-blog | Strafrecht

Früherer OB wegen Bestechlichkeit verurteilt: Ein Kommentar von Prof. Dr. Henning Ernst Müller zum Urteil in der Regensburger Parteispendenaffäre

Am 17. Juni fand der vorerst letzte Prozesstag im Verfahren um möglicherweise rechtswidrige Parteispenden und angebliche Bestechlichkeit bzw. Vorteilsannahme des ehemaligen Regensburger Oberbürgermeisters statt. Der frühere OB wurde an diesem Tag der Bestechlickeit schuldig gesprochen und zu einem Jahr Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung, verurteilt. Von den weiteren Vorwürfen wurde der Angeklagte freigesprochen. Prof. Dr. Henning Ernst Müller, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzugsrecht, hat den letzten Prozesstag im Landgericht Regensburg als Zuhörer mitverfolgt und kommentiert auf community.beck.de die innere Schlüssigkeit der Urteilsbegründung.


Veröffentlichungsdatum Juni 2020
AOK.de | Fragen & Antworten

Interviews mit Prof. Dr. Dr. André Gessner zur Wahrscheinlichkeit einer zweiten Corona-Welle und den Zielen der Tirschenreuther Antikörper-Studie

Prof. Dr. Dr. André Gessner, Inhaber des Lehrstuhls für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, spricht im Interview mit der Krankenkasse AOK darüber, wie wahrscheinlich der Ausbruch einer zweiten Corona-Infektionswelle ist und wie wir es schaffen könnten, sie zu verhindern. Darüber hinaus erläutert er die Ziele der Antikörper-Studie im Landkreis Tirschenreuth, die die Universitäten Regensburg und Erlangen durchführen, um die Dunkelziffer der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen zu ermitteln. Erste Ergebnisse erwartet Professor Gessner im Herbst 2020. Die Studienergebnisse sind unter anderem für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus wichtig, da sie Rückschlüsse darüber zulassen, wie lange der Immunschutz anhält.


Veröffentlichungsdatum 16. Juni 2020
Bayern 1

Warn-App ist eine clevere Möglichkeit zur Verfolgung von Infektionsketten – Prof. Dr. Bernd Salzberger im Bayern 1-Interview

Seit Dienstag, dem 16. Juni 2020, steht die vom RKI in Auftrag gegebene Corona-Warn-App zum Download zur Verfügung. Bayern 1 hat Prof. Dr. Bernd Salzberger, Bereichsleiter Infektiologe am UKR und Professor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Klinische Infektiologie, zu seiner Meinung über die Warn-App befragt. Professor Salzberger hält die App für eine clevere Angelenheit, um mögliche Infektionsketten zurückverfolgen zu können - speziell in Corona-Hotspots sei der Einsatz der App sehr empfehlenswert. Eine Schwäche sieht der Infektiologe in der möglicherweise nur geringen Akzeptanz und Verwendung in der Bevölkerung.


Veröffentlichtungsdatum 7. Juni 2020
t-online.de | Panorama

Trump trägt zur Eskalation der Lage bei – Prof. Depkat im Interview mit t-online.de über Rassismus und Polizeigewalt in den USA

Ausgelöst durch den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd kommt es in den USA und weltweit zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt. US-Präsident Trump tut derzeit wenig, um die Lage zu beruhigen. t-online.de hat mit Dr. Volker Depkat, Professor für American Studies an der Universität Regensburg, über die Hintergründe gesprochen. Als Grund für die immer wieder zu Tage tretende Polizeigewalt gegenüber Afroamerikanern nennt Professor Depkat neben Rassismus auch die martialische Kultur der US-Polizei, die sich als Kämpfer im Krieg gegen das Verbrechen sehe - anders als Polizist:innen in Deutschland, die eher das Image von "Freund und Helfer" pflegten. Zudem sei eine rassistische Grundhaltung wieder gesellschaftfähiger geworden und diese sprachliche Gewalt sei Ausgangspunkt auch für psychische Gewalt. Präsident Donald Trump trage zur Eskalation der Lage bei, wenn er öffentlich mit dem Gedanken spielt, das Militär gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Amerika habe sich von einem optimistischen Land in eine Nation verwandelt, die in der Krise ohne Hoffnung sei.


Veröffentlichungsdatum 6. Juni 2020
Donaupost, idowa.de / Regensburg

"Viele Patienten brauchen eine sehr lange Intensiv-Zeit." – Prof. Dr. Bernhard Graf zieht Bilanz aus der ersten Covid-19-Welle

Der stellvertretende ärztliche Leiter des UKR und Inhaber des Lehrstuhls für Anästhesiologie an der UR, Prof. Dr. Bernhard Graf, spricht im Interview mit der Donaupost über die Covid-19-Fallzahlen am Universitätsklinikum und die Lehren aus der ersten Infektionswelle. Als einziger Maximalversorger in der näheren Region war das UKR in der Hoch-Zeit der Pandemie zu 50 bis 60 % ausgelastet. Im Moment sind noch 15 Prozent der normalen Betten und 30 Prozent der Intensiv-Ressourcen des Klinikums für Covid-19-Patienten reserviert. Eines der größten Probleme in der Behandlung ist laut Prof. Dr. Graf der Umstand, dass viele Patienten sehr lange intensiv betreut werden müssen. Es könne daher lange dauern, bis ein belegter Beatmungsplatz für den nächsten Patienten zur Verfügung steht. Für eine möglicherweise bevorstehende zweite Ansteckungswelle sieht Professor Graf das Universitätsklinikum Regensburg gut gerüstet: Man habe aus der Krise gelernt und könne die Intensiv-Ressourcen innerhalb kürzester Zeit erhöhen; darüber hinaus wisse man, welche Ausstattungsmittel unbedingt vorrätig sein müssen. Graf geht davon aus, dass wir in den nächsten zwei Jahren nie ganz frei von Covid-19 sein werden.


Veröffentlichungsdatum 4. Juni 2020
Domradio | Corona

Predigten to go und HomeChurching - Prof. Dr. Rupert Scheule über die digitale Renaissance der Kirche während der Corona-Krise

Professor Dr. Rupert Scheule ist Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Universität Regensburg und Diakon in der Kirchengemeinde Heilig-Kreuz-Lütter. Sowohl als Dozent als auch als Seelsorger hat er keine Berührungsängste im Bezug auf die digitale Lehre oder soziale Medien. Im Interview mit dem Domradio spricht er über Gottesdienste im Live-Stream, über per WhatsApp verschickte Predigten und über die Rolle der Kirche während der Zeit der geschlossenen Gotteshäuser. Scheule sieht im Bezug auf digitale Angebote noch Entwicklungspotential für die katholische Kirche, ist aber letztlich davon überzeugt, dass die Zukunft der Eucharistiefeier definitiv nicht im Internet liegt.


Veröffentlichungsdatum 25. Mai 2020
dpa-Artikel in: Salzburger Nachrichten / Kölner Stadt-Anzeiger / Redaktionsnetzwerk Deutschland u.a.

“Bestimmte Studioformate brauchen Publikum” - Medienwissenschaflter Dr. Herbert Schwaab über TV-Sendungen ohne Studiopublikum

Zu Zeiten des strikten Kontaktverbots während der Corona-Krise mussten sich auch TV-Moderatoren und Teilnehmerinnen von Diskussionsrunden im Fernsehen im Social Distancing üben und auf Studiopublikum verzichten. Dr. Herbert Schwaab, akademischer Rat am Regensburger Lehrstuhl für Medienwissenschaft, hat mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) darüber gesprochen, was das Fernsehen eigentlich ausmacht: Als Live-Medium, als "spontanes Hörmedium mit Bildern" funktionieren manche Formate ohne Studiopublikum nicht oder zumindest anders.


Veröffentlichungsdatum 25. Mai 2020
Süddeutsche Zeitung / BR / ZDF / Die ZEIT / Deutschlandfunk Kultur / WDR

Volkswagen gegenüber geschädigten Kunden schadensersatzpflichtig: Prof. Dr. Michael Heese über die Signalwirkung des BGH-Urteils im Dieselskandal

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am heutigen 25. Mai 2020 entschieden, dass Volkswagen wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gegenüber dem Käufer eines mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung versehenen Fahrzeuges schadensersatzpflichtig ist. Nach Rückgabe des Fahrzeugs an VW erhält der Kläger den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung zurück.

Michael Heese, Professor für Rechtswissenschaft an der Universität Regensburg, analysiert seit gut einem Jahr die im Zusammenhang mit dem Dieselskandal geführten Prozesse gegen Volkswagen. Als Experte in Fragen der Herstellerhaftung ist seine Einschätzung des Urteils heute unter anderem in der ZEIT, im WDR und auf Deutschlandfunk Kultur gefragt. Laut Professor Dr. Heese ist das BHG-Urteil  deshalb so wichtig, weil sich alle anderen Gerichte in der Regel an Entscheidungen des Bundesgerichtshofs als höchster Instanz orientieren. Im Dieselskandal gibt es eine Fülle von gleichgelagerten Fällen, die nun im Ergebnis vor den Instanzgerichten gleichlautend entschieden würden. Zudem habe sich damit das Prozessrisiko auch für andere Hersteller, denen Abgasmanipulation vorgeworfen wird, deutlich erhöht, so Heese: "Die Möglichkeit der Haftung durch den Hersteller steht deutlich im Raum."


Veröffentlichungsdatum 23. Mai 2020
Bayern 2 | am Samstagvormittag

"Der Tod ist mit dem Leben gekoppelt" - Johanna Klug im Interview zum neuen Masterstudiengang Perimortale Wissenschaften

Im Wintersemester 2020/21 wird an der Universität Regensburg der neue Masterstudiengang "Perimortale Wissenschaften: Sterben, Tod und Trauer interdisziplinär" starten. Johanna Klug, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Moraltheologie, erklärt im Interview mit Bayern 2 nicht nur was "perimortal" bedeutet und welche Studieninhalte und -Ziele den neuen Studiengang auszeichnen. Sie erläutert auch, warum die Beschäftigung mit dem Sterben, mit Tod und Trauern durchaus lebensbejahend ist, und warum es wichtig ist, das Thema nicht zu verdrängen, sondern sich ihm zu stellen.


Veröffentlichungsdatum 19. Mai 2020
Bayerischer Rundfunk | Podcast 10 Minuten Oberpfalz

Prof. Dr. Wulf Schneider im BR-Podcast: Wie sinnvoll ist der Einsatz von Desinfektionsmittel im privaten Bereich?

Prof. Dr. Wulf Schneider leitet den Bereich Klinikhygiene am Regensburger Institut für Mikrobiologie und Hygiene. Im BR-Podcast "10 Minuten Oberpfalz" beantwortet er die Frage, wie sinnvoll der Einsatz von Desinfektionsmittel im privaten Bereich ist: Die Handdesinfektion mit alkoholischen Präparaten spielt nur im medizinischen Bereich eine Rolle - im privaten Bereich ist das gründliche Waschen der Hände mit Seife ausreichend. Das gleiche gilt für die Reinigung von Oberflächen beispielsweise im Büro - auch hier erzielen herkömmliche Reinigungsmittel auf Seifen- oder Detergenzienbasis einen ausreichenden Reinigungseffekt. Entscheidend für die Vermeidung einer Ansteckung ist vielmehr, dass man immer, auch in der Kaffeepause, den Sicherheitsabstand zu den Kolleginnen und Kollegen einhält.


Veröffentlichungsdatum 18. Mai 2020
ARD alpha | demokratie

Über den politischen Einfluss von Papst Johannes Paul II. – ein ARD alpha-Interview mit Prof. Dr. Klaus Unterburger

Am 18. Mai 2020 wäre Papst Johannes Paul II. 100 Jahre alt geworden. ARD alpha nimmt diesen Jahrestag zum Anlass, um mit Prof. Dr. Klaus Unterburger, dem Inhaber des Regensburger Lehrstuhls für Mittlere und Neue Kirchengeschichte ein Gespräch über die politische Agenda und den Einfluss von Johannes Paul II. zu führen. Sein Pontifikat war geprägt vom gewaltfreien Kampf gegen den Kommunismus und von der Kritik an der wirtschaftlichen und kulturellen Ausbeutung der Armen durch die westlichen Wirtschaftssysteme. Durch das gekonnte Spiel mit den Medien und die Erschaffung medial stark wirksamer Bilder gelang es ihm, seinen Anliegen Gehör zu verschaffen. Sein Wunsch nach einem geeinten Europa ist heute noch so aktuell wie vor 20 Jahren.


Veröffentlichungsdatum 17. Mai 2020
Mittelbayerische Zeitung | Stadt Regensburg

Sozialer Stress macht anfällig für Infekte – Prof. Dr. Inga Neumann im MZ-Interview über den Einfluss von Stress und Isolation auf unser Immunsystem

Homeoffice neben der Kinderbetreuung, Kurzarbeit und Homeschooling, Angst vor einer möglichen Ansteckung und die Sorge um die Großeltern-Generation: Die Auswirkungen der Conora-Pandemie setzen uns alle unter Druck und bringt damit nicht zuletzt auch unser Immunsystem aus dem Gleichgewicht. Prof. Dr. Inga Neumann hat den Regensburger Lehrstuhl für Neurobiologie und Tierphysiologie inne und ist Expertin für die hormonelle Regulation von Sozialverhalten, Emotionen und Stressreaktionen. Im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung spricht sie über psychosozialen Stress als Risikofaktor für psychische Erkrankungen und als Gefahr für unser Immunsystem. Professorin Neumann rät dazu, im Umgang mit der Pandemie ganz besonders auf eine gesunde Lebensführung zu achten: Neben einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung im Freien zählt für sie dazu auch die Kontakpflege mit Freunden und Familie: "Kontakte dürfen wir künftig auf keinen Fall vernachlässigen oder massiv einschränken, denn sie machen uns stark."


Veröffentlichungsdatum 17. Mai 2020
BR 24 | Podcast 10 Minuten Oberpfalz - Folge 23

Hilf diskutieren überhaupt? – Prof. Dr. Volker Busch im BR-Interview über Verschwörungstheorien, den Backfire-Effekt und was gegen die Radikalisierung helfen könnte

Am Wochenende fanden in vielen deutschen Städten Demonstrationen statt, bei denen gegen die staatlich beschlossenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Corona-Pandemie protestiert wurde. In diesem Zusammenhang hat der Bayerische Rundfunk mit dem Neurowissenschaftler Prof. Dr. Volker Busch darüber gesprochen, wer an diesen Demonstrationen teilnimmt und inwieweit die beteiligten Gruppen Gefahr laufen, von politisch radikal denkenden Menschen beeinflusst zu werden. Um der Verbreitung von Verschwörungstheorien und der Radikalisierung von unzufriedenen Bürgerinnen und Bürgern entgegenzuwirken, plädiert Busch für gute Aufklärung und verlässliche Informationen seitens der Politik.


Veröffentlichungsdatum 7. Mai 2020
idowa.de | Panorama

"Das Parlament hat sich selbst zum Zaungast degradiert." – Interview mit Prof. Dr. Kingreen über die tiefgreifendsten Grundrechtseinschränkungen seit 1945

Das Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie geht in Deutschland zurück, viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden gelockert, doch wie sieht es mit einer Rückkehr aus dem politischen Notstandsmodus in den geregelten Parlamentarismus aus? In einem Interview mit der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung spricht der Regensburger Verfassungsrechtler Prof. Dr. Thorsten Kingreen darüber, dass der momentane Krisenmodus das Prinzip der Gewaltenteilung verletzt: Ein Ministerium erlasse Gesetze, während das Parlament als Zaungast lediglich zusieht. Seine Sorge sei, dass sich die Freiheitsbeschränkungen verstetigen werden: "Um das zu verhindern, brauchen wir eine wachsame, freiheitssensible Zivilgesellschaft", so Professor Kingreen.


Veröffentlichungsdatum 2. Mai 2020
Deutschlandfunk | Kalenderblatt

Die Hudson's Bay Company als staatliche Autorität in Kanada vor 1867 – Prof. Dr. Volker Depkat im Deutschlandfunk

In der Sendung "Kalenderblatt" blickt der Deutschlandfunk zurück auf den 2. Mai des Jahres 1670: König Karl II., König von England, Schottland und Irland, überschrieb an diesem Tag der späteren Hudson's Bay Company ein Gebiet, das einem Drittel des heutigen Kanada entspricht. Prof. Dr. Volker Depkat, Professor am Institut für Anglistik und Amerikanistik der UR, spricht über die Entwicklung Kanadas, ausgehend von ein paar Niederlassungen englischer Pelzhändler hin zur Gründung der "Dominion of Canada". Dabei beleuchtet er auch die Rolle der Indianer als Handelspartner und Pelzlieferanten für die Hudson's Bay Company - einer Firma, die bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts als einzige staatliche Autorität in den ihnen zugesprochenen Gebieten auftrat.


Veröffentlichungsdatum 30. April 2020
ZDF | Wirschaft

"Den Sturz ins Bodenlose erwarten wir nicht." – Prof. Dr. Enzo Weber über das zu erwartende Auf und Ab am deutschen Arbeitsmarkt

Die Corona-Krise hat die Arbeitslosenzahlen in Deutschland deutlich ansteigen lassen. Ob ein weiterer Anstieg für die nächsten Monate zu befürchten ist, welche Branchen besonders stark betroffen sind und wie die Politik gegensteuern könnte - darüber hat die Redaktion von ZDFheute mit Prof. Dr. Enzo Weber, Inhaber des Regensburger Lehrstuhls für Empirische Wirtschaftsforschung, insbesondere Makroökonometrie und Arbeitsmarkt, gesprochen, der zudem den Forschungsbereich "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) leitet. 


Veröffentlichungsdatum 29. April 2020
Spektrum.de | MENSCHEN-BILDER

"Was ist normal, wenn nichts mehr normal ist?" – Psychologe Fabian Hutmacher ruft auf Spektrum.de zu mehr Toleranz auf

Seit bald zwei Monaten leben wir in einer durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ausnahmesituation. Eine Zeitspanne, in der Abstandsregelungen, Social Distancing und das Arbeiten im improvisierten Homeoffice fast schon wieder normal geworden sind. Doch was ist normal in diesen unnormalen Zeiten? Dieser Frage geht Fabian Hutmacher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Regensburger Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie, im Blog MENSCHEN-BILDER nach und sieht den Umgang mit der neuen Normalität zwischen den Polen "pragmatisches Hinnehmen" und "kritisches Hinterfragen" angesiedelt. Wobei der Pragmatismus auch als dumpfer Gehorsam, das Hinterfragen als Querulantentum gesehen werden könnten. In der jetzigen Situation empfiehlt Hutmacher Zurückhaltung in Bezug auf die eigenen Meinung und die Psychologisierung der Diskussion, denn: "Wie es um eine konkrete Situation bestellt ist, lässt sich häufig nur schwer abschätzen, solange man mitten im Fluss der Geschichte schwimmt und nur Wasser um sich herum sieht."


Veröffentlichungsdatum 27. April 2020
BR Fernsehen | Abendschau

Expertengespräch mit Dr. Volker Busch zu den psychischen Auswirkungen der Corona-Krise

Dr. Volker Busch leitet an der Universität Regensburg die Arbeitsgruppe Psychosoziale Stress- und Schmerzforschug. Im Interview mit dem BR Fernsehen erklärt der Neurowissenschaftler, wie sich Ausgangsbeschränkungen, Social Distancing und Isolation während der Corona-Krise auf unsere Psyche auswirken. Dabei haben die eigene Persönlichkeit, die äußeren Gegebenheiten, wie die Wohnsituation, und die eigenen Lebensumstände maßgeblichen Einfluss. Um besser mit der Situation umzugehen, gibt Dr. Busch drei Tipps: mit anderen verbunden bleiben, sinnvolle Aufgaben suchen und viel Bewegung.


Veröffentlichungsdatum 28.04.2020

Mittelbayerische Zeitung | Mediathek

Volle Lehre trotz leerem Campus – die MZ-Videoredaktion über den Semesterstart während der Corona-Krise

Zum Start in die Vorlesungszeit war die Videoredaktion der Mittelbayerischen Zeitung zu Besuch am Campus der Universität Regensburg. Es ist ein ungewohntes Bild für Ende April: Die Hörsäle sind leer, die Lesesäle verwaist und auf den Gängen begegnet man kaum einem Menschen. Und doch ist der Lehrbetrieb in vollem Gange und es wird weiter geforscht - wenn auch unter Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften.


Veröffentlichungsdatum 23. April 2020
Mittelbayerische Zeitung | Mediathek

"Wir merken von der Entspannung noch sehr wenig."
Interview mit Prof. Dr. Salzberger zur Lage am UKR

Das Universitätsklinikum Regensburg arbeitet mit den weiteren fünf Universitätsklinika im Freistaat und dem Deutschen Herzzentrum alles daran, der Corona-Pandemie erfolgreich zu begegnen. Neben Patientinnen und Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung kümmert sich das UKR auch weiterhin um die Versorgung anderer gesundheitlicher Notfälle. Prof. Dr. Bernd Salzberger, Bereichsleiter Infektiologe am UKR und Professor für Innere Medizin mit Schwerpunkt Klinische Infektiologie spricht im Video-Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung über die aktuelle Situation am Klinikum, über die Mortalität der schwer erkrankten COVID-19-Patient*innen und über das Risiko für Schwangere, Kinder und Raucher*innen.


Veröffentlichungsdatum 7. April 2020
Nürnberger Nachrichten | Serie zu Kleinen Fächern

"Wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn ist ein mühevoller Prozess mit vielen Sackgassen" - ein Porträt über das Studienfach "Wissenschaftsgeschichte" an der UR

Dem Fach "Geschichte" ist wohl jede/r schon im Schulunterricht begegnet und sicherlich ist auch bekannt, dass es dazu einen Studiengang gibt. Der Fachbereich Wissenschaftsgeschichte dürfte dagegen weniger bekannt sein, ist aber nicht minder spannend. Die Nürnberger Nachrichten bringen zurzeit eine Serie über die sogenannten "Kleinen Fächer" und hat in diesem Rahmen auch einen Beitrag über die Wissenschaftsgeschichte an der Universität Regensburg veröffentlicht.


Veröffentlichungsdatum 2. April bzw. 10. April 2020
SPIEGEL online

Wie aussagekräftig sind die Corona-Statistiken?

Felix Peterhammer, Doktorand von Prof. Dr. Andreas Roider am Regensburger Lehrstuhl für Mikroökonomik, hat in einer Studie untersucht, inwieweit die offiziellen Zahlen zu den Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 relevant für die Begründung von politischen Entscheidungen sein können. Peterhammers Studie legt die Vermutung nahe, dass um den 20. März 2020 herum die tatsächlichen Infektionen in Deutschland über die Kapazitäten für positive Tests hinausgewachsen sind. Ab diesem Zeitpunkt ist in der Verlaufskurve der Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 eine deutliche Verlangsamung festzustellen. Der Grund für diese Stagnation liege jedoch nicht darin, dass die politischen Maßnahmen gegriffen hätten - ein positiver Effekt durch die Schließung von Kitas, Schulen und Geschäften sowie durch das Social Distancing hätte sich erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt in den gemeldeten Zahlen niederschlagen können, erläutert Peterhammer. Vielmehr sei es ab diesem Zeitpunk nicht mehr möglich gewesen, die tatsächlichen Neuinfektionen mithilfe der Testmethoden zu erfassen. Laut Studie spiegelten die gemeldeten Infektionen derzeit vermutlich nicht länger die tatsächlichen Fälle wider, sondern lediglich die Nachweiskapazitäten. SPIEGEL online hat die Studie von Felix Peterhammer aufgegriffen und deren Ergebnisse mit Wissenschaftlern der Universität Göttingen diskutiert.


Veröffentlichungsdatum 7. April 2020
idowa | Interview

Prof. Dr. Tobias Just im idowa-Interview über Immobilien in Corona-Zeiten

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf Immobilien, etwa auf die Möglichkeit der Mietstundung. Im Interview  erklärt Tobias Just, Professor für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg, mit welchen weiteren Auswirkungen er rechnet. Fallen die Immobilienpreise und die Mieten? Was gilt es bei einer Anlage in Immobilien zu beachten? Markiert Corona das Ende der Immobilienblase?


Veröffentlichungsdatum 2. April 2020
Die ZEIT | Corona-Krise

Gastbeitrag von Prof. Dr. Tonio Walter zur Ad-hoc-Empfehlung des Ethikrats

Am 27. März 2020 hat der deutsche Ethikrat eine Ad-hoc-Empfehlung "Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise" veröffentlicht. Darin geht es unter anderem darum, auf welcher Grundlage Ärztinnen und Ärzte entscheiden, welcher Patient bzw. welche Patientin ein Beatmungsgerät erhält. Prof. Dr. Tonio Walter, Inhaber des Regensburger Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Europäisches Strafrecht, hat dazu einen Gastkommentar für die Wochenzeitschrift "Die ZEIT" verfasst. Er plädiert dafür, die Entscheidung über Leben und Tod dem Los zu überlassen, denn: "Wenn Menschen tatsächlich meinen, etwas partout nicht entscheiden zu dürfen, dann müssen sie den Zufall entscheiden lassen."


Veröffentlichungsdatum 1. April 2020
ARD alpha | Campus

Dr. Thomas Stahl über die Digitale Lehre am ZSK im Sommersemester

Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wird im Sommersemester 2020 ein normaler Lehrbetrieb an den Universitäten und Hochschulen in Bayern nicht möglich sein. Für das Zentrum für Sprache und Kommunikation (ZSK) an der UR stellt das eine besondere Herausforderung dar: Mündlichkeit und persönliche Interaktion spielen für Sprachkurse und viele andere Angebote des ZSK eine wichtige Rolle und lassen sich in der digitalen Lehre nicht ohne Weiteres umsetzen. Wie das ZSK mit diesen Schwierigkeiten umgeht, darüber hat der Leiter Dr. Thomas Stahl mit ARD alpha gesprochen.


Veröffentlichungsdatum 1. April 2020
Neues Ruhr-Wort | Hintergrund

Prof. Dr. Gunther Hirschfelder über die Bedeutung von Humor in Zeiten der Coronakrise

Als Hypermoralisierung bezeichnet der Regensburger Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Gunther Hirschfelder die Entscheidung des US-Konzerns Google, dieses Jahr in seinen Produkten auf die Tradition des Aprilscherzes zu verzichten. Dabei sei Humor ein gutes Mittel zur Bewältigung der Krise und gerade die Tradition des Aprilscherzes hätte schon einige Notzeiten überdauert, so Hirschfelder. Aus kulturwissenschaftlicher Sicht interessant: In Zeiten der Conora-Pandemie halten sich die berufsmäßigen Comedians mit Scherzen zurück, dafür blühe gerade in den Sozialen Medien die private humorvolle Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von COVID-19 auf. Die Ursprünge des Aprilscherzes liegen übrigens im Dunkeln...


Weitere Beiträge über die Universität Regensburg aus den vergangenen Semestern finden Sie in unserem Archiv.

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