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Ringvorlesung: Katharina Gerund - Unofficial Ambassadors? Military Spouses in the Transatlantic World

Im Kontext des sogenannten Kalten Krieges begann das US-Militär im großen Rahmen damit, die Ehepartner*innen von stationierten Soldat*innen dabei zu unterstützen, sich ihren Gatt*innen vor Ort anzuschließen. Wie Donna Alvah gezeigt hat, wurden military spouses oft zu „inoffiziellen Botschafter*innen“ der amerikanischen Kultur und agierten so durch die soft power der Diplomatie. Mein Vortrag wird diese Nachkriegsrolle als Ausgangspunkt nehmen und sich auf die (zum Teil) neuen Aufgaben für die Ehepartner*innen seit der Umgestaltung des US-Militärs durch die Abschaffung der Wehrpflicht und besonders im Kontext des „Krieg gegen den Terrorismus“ konzentrieren. Basierend auf der Analyse von verschiedenen kulturellen Repräsentationen von militärischen Ehepartner*innen im 21. Jahrhundert (darunter Magazine, life writing, und fiktionale Darstellungen) zeige ich, wie (transatlantische) Mobilität, Reisen und kulturelle Berührungen den öffentlichen Diskurs über und von military spouses geprägt haben. Doch ich argumentiere, dass die Ehegatt*innen in der kulturellen Vorstellung der USA primär zu inoffiziellen Botschafter*innen in den Staaten wurden, wo ihnen ein doppelter Auftrag zukommt: für die Kriege in Afghanistan und im Irak zu werben und die wachsende „Lücke der Vertrautheit“ (familiarity gap) zwischen der Zivilgesellschaft und der Militärkultur zu überbrücken. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Katharina Gerund (FAU Erlangen-Nürnberg) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Amerikanistik an der FAU. Zu ihre Forschungsinteressen gehören u.a. Amerikanisierung und kulturelle Mobilität, Gender und Feminismus, und Emotionen und Sentimentalität. Sie ist Koordinatorin des durch das DFG-geförderten „Global Sentimentality Project“.

Veranstaltungsort

Zoom: https://uni-regensburg.zoom.us/j/85892790976

Informationen/Kontakt

citas@ur.de

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