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Verleihung des Regensburger Preises für herausragende Masterarbeiten

Vergabe des Regensburger Preises für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich Regionalwissenschaften (Area Studies)

Das Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der Universität Regensburg und der Leibniz-WissenschaftsCampus „Europa und Amerika in der modernen Welt“ haben die diesjährigen Gewinnerinnen des Regensburger Preises für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Regionalwissenschaften (Area Studies) bekannt gegeben. Der Preis, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wird, ist eine von mehreren Maßnahmen, um die in Regensburg bereits sehr forschungsstarken Regionalwissenschaften weiter auszubauen. In diesem Forschungsfeld werden die Beziehungen innerhalb und zwischen unterschiedlichen Weltregionen untersucht.

Der mit 400 Euro dotierte erste Preis geht an Jana Stöxen für ihre Arbeit „Transformation im Treppenhaus? Soziales Gefüge im semi-öffentlichen Raum eines Bukarester Plattenbaus zwischen materiellem und ideellem Erbe des rumänischen Sozialismus“. Die Absolventin des Masterstudienganges Ost-West-Studien untersuchte in ihrer Fallstudie anhand eines Plattenbaus im Bukarester Stadtteil Bereceni, inwiefern die sozialistische Ideologie mit ihrer internen Solidarität den Zusammenbruch des Sozialismus überlebt hat. Dazu lebte sie zwei Monate selbst in dem Plattenbau, wo sie Interviews mit den Bewohner*innen sowie mit Expert*innen und Architekt*innen führte. Stöxen stellt dabei starke Veränderungen im Verhältnis zu dem Wohnhaus fest: Sowohl Prozesse der Aneignung und Individualisierung als auch Egoismus und Vereinzelung konnte sie im Zuge der Privatisierung beobachten. Betreut wurde die Masterstudentin von Ger Duijzings (Sozialanthropologie) und Günther Hirschfelder (Vergleichende Kulturwissenschaft).

Zwei gleichwertige mit 200 Euro dotierte zweite Preise gingen an die Romanistin Daniela Weinbach für ihre Masterarbeit „Kulturübergreifend erfolgreich? Ein interkultureller Filmvergleich zwischen dem deutschen Premake Fack ju Göhte und dem mexikanischen Remake No manches Frida“ und an die Absolventin des Elite-Masterstudiums Osteuropastudien Melanie Hussinger für ihre Masterarbeit „Ein Name, ein Leben, ein Zeichen. Historisches Gedenken im zivilgesellschaftlichen Projekt Poslednij Adres“.

Aufgrund der COVID-19-Pandemie fand die Preisverleihung digital im Rahmen der gemeinsamen Ringvorlesung des CITAS und des WissenschaftsCampus am 9. November statt. Der Preis soll in Zukunft jährlich vergeben werden. Die nächste Ausschreibung folgt im Sommer 2021.

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