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Auszeichnung für Musikwissenschaftlerin

DFG-Förderung und Bainton Prize


Pressemitteilung vom 15. November 2016

Im November beginnt am Institut für Musikwissenschaft der Universität Regensburg ein neues, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Forschungsprojekt zum Thema „Deutsche Orgelpredigtdrucke zwischen 1600 und 1800 – Katalogisierung, Texterfassung, Auswertung“. Das Projekt, das eine Laufzeit von drei Jahren hat, beschäftigt sich mit einer bislang wenig erforschten Quellengruppe.

Das Team um Prof. Dr. Katelijne Schiltz, Professur für Musikwissenschaft an der Universität Regensburg, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Sammlung von rund 90 deutschsprachigen Predigttexten, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert überliefert wurde, wissenschaftlich zu erschließen.


Orgelpredigt von Conrad Dieterich aus dem Jahr 1624.


Bei den Texten handelt es sich um geografisch weit verstreute, meist unikale Drucke, die jetzt erstmals bibliographisch erfasst und als Volltexte in einem digitalen Forschungsportal auf der Website des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Regensburg öffentlich verfügbar gemacht werden sollen. Die Musikwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler werden die Quellen in den nächsten drei Jahren inhaltlich erschließen und Steckbriefe der Autoren und Instrumente erstellen. Prof. Dr. Schiltz stellt das Projekt in einen größeren Forschungskontext: „Von besonderer Bedeutung ist die Auswertung der Drucke für ein Panorama der protestantischen Orgellandschaft. Zahlreiche Texte thematisieren die Geschichte des geweihten Instruments, bieten Informationen zur Disposition und lassen den kultursoziologischen Hintergrund ihres Baus in bislang wenig bekannten lokalen Kontexten plastisch werden.“

Einen weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkt des Projekts wird die Analyse der Texte unter dem Aspekt des Wissenstransfers bilden. Erstmals systematisch untersuchen lässt sich anhand des Materials die Rolle von Theologen für die Verbreitung musikalischen Fachwissens. Von Interesse sind sowohl die personellen Netzwerke, die sich zwischen den Predigtautoren etablieren konnten, als auch der genaue Radius der in dieser Gattung verbindlichen, musiktheoretischen Gelehrsamkeit. Exemplarische Ergebnisse des Projekts sollen 2019 in einem interdisziplinären Workshop zur Diskussion gestellt werden.

Prof. Dr. Katelijne Schiltz wurde im November 2016 für Ihre Monographie „Music and Riddle Culture in the Renaissance” mit dem Roland H. Bainton Prize der amerikanischen Sixteenth Century Society and Conference (SCSC) ausgezeichnet. Mit dem Preis wird jährlich eine herausragende Monographie aus den Bereichen Kunstgeschichte und Musikwissenschaft, Theologie und Literatur prämiert.

Informationen zum Buch:
http://www.cambridge.org/de/academic/subjects/music/medieval-and-renaissance-music/music-and-riddle-culture-renaissance?format=HB&isbn=9781107082298


Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Prof. Dr. Katelijne Schiltz
Universität Regensburg
Professur für Musikwissenschaft
Telefon: 0941 943-3512
E-Mail: katelijne.schiltz@ur.de

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