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Neuer Supercomputer an der Universität Regensburg in Betrieb

QPACE 2 unter den schnellsten und energieeffizientesten Supercomputern weltweit


Pressemitteilung vom 12. August 2015

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Trotz Spitzenleistung ist der neue QPACE 2 sehr klein und passt in ein Rack.
Foto: Universität Regensburg



Im Rechenzentrum der Universität Regensburg wurde kürzlich der neuartige Supercomputer-Prototyp QPACE 2 installiert und in Betrieb genommen. Das Akronym QPACE steht für „QCD Parallel Computing Engine“. Bereits das Vorgängermodell, der Forschungsrechner QPACE, wurde als energieeffizientester Supercomputer der Welt ausgezeichnet.

Der neue Supercomputer wurde von Wissenschaftlern an der Fakultät für Physik unter Leitung von Prof. Dr. Tilo Wettig gemeinsam mit der Firma Eurotech entwickelt. Er wird für numerische Simulationen der Quantenchromodynamik (QCD) eingesetzt, eine der fundamentalen Theorien der Elementarteilchenphysik.

Obwohl der QPACE 2 Prototyp sehr klein ist und in ein Rack passt, hat er eine Spitzenleistung von 310 TeraFlop/s, d. h. 310 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Das System ist wassergekühlt und erlaubt ganzjährig freie Kühlung, kommt also ohne Kälteerzeugung aus. Dafür wurde eine neuartige Technologie entwickelt, die eine sehr hohe Packungs- und Leistungsdichte ermöglicht.

QPACE 2 ist in der Green500-Liste der energieeffizientesten Supercomputer das zweitbeste Xeon Phi System und belegt insgesamt Platz 26. Außerdem hat er es auf Platz 379 der Top500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt geschafft.

QPACE 2 verwendet den Intel Xeon Phi Prozessor (Codename „Knights Corner“) mit 61 Rechenkernen. Innerhalb eines Racks sind 256 dieser Prozessoren über ein leistungsfähiges Kommunikationsnetzwerk miteinander verbunden, das auf PCI Express und Infiniband basiert.

Die Entwicklung von QPACE 2 wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Sonderforschungsbereiches SFB/TRR-55 „Hadronenphysik mit Gitter-QCD“ an der UR gefördert. Für das nächste Jahr ist die Entwicklung von QPACE 3 geplant, der eine verbesserte Variante des Xeon Phi Prozessors (Codename „Knights Landing“) verwenden wird.

 


Ansprechpartner für Medienvertreter:

Prof. Dr. Tilo Wettig

Universität Regensburg

Institut für Theoretische Physik

Tel.: 0941 943-2004

Tilo.Wettig@physik.uni-regensburg.de

 

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