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Perspektivenübernahme trainieren

Studierende für das Lehramt an Gymnasien oder Realschulen besuchen regulär ein Seminar, in dem sie Schulexperimente aufbauen und erproben. Dadurch soll das Spektrum möglicher Experimente im Physikunterricht vorgestellt werden. Weiterhin wird an der Frage gearbeitet, welche Rolle ein Experiment im Unterricht übernehmen könnte. So plausibel diese Zielsetzung ist, so herausfordernd ist sie: Studierenden fällt es schwer, das Unterrichtsgeschehen gedanklich vorwegzunehmen und Vorschläge für den Einsatz eines Experiments im Unterricht zu machen. 

In dieser Maßnahme soll das Veranstaltungskonzept daher um einen systematischen Bezug zur Praxis angereichert werden: Studierende bereiten Experimente für reale Schulklassen vor. Anschließend arbeiten diese Klassen mit den Versuchsaufbauten im Physik-Lernforschungslabor der Universität. Die Studierenden betreuen kleine Schülergruppen und haben die Aufgabe, besonders auf die auftretenden Schwierigkeiten zu achten. In der anschließenden Reflexion werden Erwartungen und später Beobachtetes systematisch verglichen.

Ein weiterer Bestandteil der Maßnahme wird von Lehrerfortbildungen in unterschiedlichen Konstellationen gebildet. Eine Variante sieht vor, dass sowohl Studierende als auch Fachwissenschaftler/-innen einbezogen sind: Fachwissenschaftler/-innen beraten zu einem bestimmten fachlichen Thema, während Studierende Unterrichtsmaterialien dazu entwickeln und Lehrkräfte das Material testen. Anschließend arbeiten sie mit den Studierenden an Verbesserungen.


Ziele der Maßnahme:

Im Zentrum steht die Aufgabe der gedanklichen Antizipation von Unterrichtsprozessen bei der Planung von Unterricht. Die Studierenden sind aufgefordert, die Perspektive ihrer Schüler/-innen gedanklich vorwegzunehmen – etwa, um für die Überwindung von Schwierigkeiten Hilfestellungen bereitzuhalten.


Aktuelles:

Seit 1. September 2016 treibt Stephanie Neppl das Projekt maßgeblich voran. Gegenwärtig werden die neuen Elemente für das Seminar mit den Schulexperimenten praktisch durchgeführt. Parallel wird das neu entworfene Lehrangebot erstmals erprobt, in dem in Kooperation mit einem Fachwissenschaftler die Studierenden Unterrichtsmaterialien entwickeln, sich gezielt mit der Perspektive von Schüler/-innen auseinandersetzen sowie ihre Überlegungen mit Lehrkräften diskutieren, testen und reflektieren. Nach Abschluss dieser Phase werden erste Daten im Sinne einer Pilotstudie vorliegen, die über die Wirksamkeit des Formats Auskunft geben.


Leitung:

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Kooperative Lehrerbildung Gestalten

 

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