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Erklären im Unterricht - FALKE

Falke Plakat V6 Quadrat_


Obwohl die Kompetenz des Erklärens landläufig für erfolgreichen Unterricht als zentral gesehen wird, ist sie in der fachdidaktischen Literatur der verschiedenen Unterrichtsfächer weitestgehend ausgeblendet und auch bislang kaum Gegenstand systematischer universitärer Lehrangebote. In der Maßnahme FALKE (Fachspezifische Lehrerkompetenz im Erklären) wird das Erklären im Unterricht sowohl theoretisch als auch empirisch untersucht: Was bedeutet »Erklären«? Welche Gemeinsamkeiten, aber auch welche Unterschiede lassen sich zwischen verschiedenen Unterrichtsfächern feststellen? Außerdem werden Lehrangebote eingerichtet, in denen Studierende Aspekte des Erklärens im eigenen Fach selbst erproben und dadurch die eigene Erklärkompetenz reflektieren und schulen können. Die Kooperation mit Schulen (siehe auch UR-Klassen) schafft die Möglichkeit, das mündliche Erklären im Unterricht zu üben und anschließend detailliert zu reflektieren. In FALKE sind die Didaktiken der Fächer Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Evangelische Religionslehre, Geschichte, Kunst, Mathematik, Musik, Grundschulpädagogik, Physik und die Fächer Deutsche Sprachwissenschaft sowie Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung vertreten. Die Maßnahme soll die Kohärenz in der Lehrerbildung steigern, indem die Fächer eng verzahnt Modelle des Erklärens entwickeln und vergleichend empirisch untersuchen.


Ziele der Maßnahme:

Ziel von FALKE ist es, das Konstrukt des Erklärens in verschiedenen Unterrichtsfächern vertieft empirisch zu untersuchen und die Erklärkompetenzen von Lehramtsstudierenden in speziell konzipierten Seminaren gezielt zu verbessern.

Gruppenbild


Aktuelles:

Das erste Jahr der FALKE-Projektphase war der intensiven Auseinandersetzung mit dem Konstrukt des Erklärens und dem Herausarbeiten einer Fragestellung über alle 13 Fächer hinweg gewidmet. Dies führte zu einem Forschungsrahmen, dem alle beteiligten Wissenschaftler/-innen folgen und innerhalb dessen gemeinsame und fachspezifische Fragen geklärt werden. Innerhalb dieses Rahmens werden von jedem der elf Didaktiken für das jeweilige Unterrichtsfach Videovignetten erstellt, die eine fachtypische Erklärsituation zeigen. Diese Videovignetten sollen im Anschluss von Schüler/-innen, Student/-innen, Seminarlehrer/-innen und Didaktiker/-innen sowohl holistisch als auch kriterienorientiert bewertet werden. Zentrale Kriterien über alle computergestützten Fragebögen hinweg sind die sprachliche und sprecherische Qualität der Erklärsequenzen. Diese werden aus der Sprach- und Sprechwissenschaft gestaltet und ausgewertet. Dieses Design ermöglicht es, varianzanalytisch zu klären, welche Kriterien die wahrgenommene Erklärqualität besonders stark beeinflussen. Während des Wintersemesters wurden bereits erste Videovignetten erstellt, die nun pilotiert und erweitert werden. Im Sommersemester erfolgt die Fertigstellung und Programmierung der Fragebögen, im Oktober soll die Hauptuntersuchung stattfinden. Innerhalb der letzten beiden Semester ist es auch gelungen, verschiedene Konzepte für die Tandemseminare zu erarbeiten. Dabei haben sich drei verschiedene Modelle als besonders geeignet erwiesen und werden in weiteren Erprobungsphasen in den nächsten Semestern konturiert.


Leitung:


Weitere Vertreter:

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